Wühlmäuse vertreiben Wenn die kleinen Nager im Garten nerven

Die Wühlmaus (auch Schermaus genannt) gehört bei Gartenliebhabern mit Sicherheit zu den weniger beliebten Tieren. Dies liegt weniger an ihrer Wühltätigkeit - hier sorgt schon eher der Maulwurf für ein Stirnrunzeln - sondern vielmehr an ihrem Appetit auf Wurzeln von Obstgehölzen, Rosen und Blütenstauden. Auch Blumenzwiebeln und Wurzelgemüse, wie Möhre und Rote Bete, werden nicht verschmäht. Wühlmäuse schieben beim Wühlen kleine Hügel auf, wodurch eine Verwechslung mit dem Maulwurf möglich ist. Da dieser unter Naturschutz steht, ist unbedingt vor einer Bekämpfung zu klären, wer im Garten aktiv ist.

Maulwurf oder Wühlmaus? Unterscheidungsmerkmale

So vertreiben Sie Wühlmäuse

Wenn vertreiben nicht hilft - Wühlmausbekämpfung

Der beste Bekämpfungszeitraum ist der Spätherbst bis zum zeitigen Frühjahr, bevor die Wühlmäuse sich vermehren. Eine Bekämpfung im Sommer ist wenig effektiv. Wer gezielt gegen Wühlmäuse vorgehen will, muss immer mittels Verwühlprobe festgestellen, ob es sich tatsächlich Wühlmäuse handelt. So wird außerdem sichergestellt, ob die Gänge noch genutzt werden.

Fragwürdig: Hausmittel zur Wühlmausabwehr

Hobbygärtnerkreise haben oft ein großes "Sortiment" an Hausmitteln und Empfehlungen gegen die Wühlmaus. Die einen empfehlen das Pflanzen von Kaiserkronen und Wolfsmilch. Andere schwören auf mit Duftstoffen getränkte Lappen, Hundehaare oder Thujahäcksel, die in die Gänge gelegt werden. Auch das Eingraben von Flaschen, das Aufstellen von klappernden Windrädern oder das Fluten der Gänge mit Wasser wird empfohlen. Im Gartenhandel sind Ultraschallgeräte, die die Wühlmäuse vertreiben sollen - mit oder ohne Solarzellen, erhältlich. Mal funktioniert, mal funktioniert es nicht. Nicht alle Hausmittel sind wirkungsvoll!

Martin Breidbach