Klassischer Rasen: Rasentypen

Ein Rasen besteht aus einer Lebensgemeinschaft von mehreren Gräserarten und -sorten. Bei der Neuanlage einer Rasenfläche ist die Rasenmischung von zentraler Bedeutung. Die Auswahl der Mischung muss den Standortbedingungen und den Bedürfnissen der Gartennutzer angepasst sein. Auch ist es ratsam, beim Kauf der Rasensamen auf Qualität zu setzen. Auf billige Samenmischungen vom Baumarkt oder Discounter sollte man lieber verzichten.

Fußballrasen
Je nach geplantem Verwendungszweck und der Art der Belastung sollte eine unterschiedliche Saatgutmischung gewählt werden.   © Pixabay

Gute Rasensamen sind einfach teurer

Die Herstellung von gutem Rasensamen ist teuer. Grassorten, die den Anforderungen eines Rasens entsprechen, müssen verschiedene Eigenschaften haben: Sie sollten trockenresistent sein, langsam wachsen und spät blühen. Aus solchen Sorten Samen zu gewinnen, ist wesentlich mühsamer als bei Futtersorten.
Hochwertige Rasensamen erfüllen die oben genannten Eigenschaften. Rasensaatgut besteht aus Mischungen mit drei bis vier (oder mehr) Gräserarten: Deutsches Weidelgras (Lolium perenne), Wiesen-Rispe (Poa pratensis), Rot-Schwingel (Festuca rubra) und Straußgras (Agrostis). Die Sortenwahl und Sortenvielfalt ist für Qualität und Preis oft das entscheidende Kriterium.

Qualitätsmischungen erkennt man an der Bezeichnung RSM (Regel-Saatgut-Mischungen). Hinter dem Kürzel RSM stehen Zahlen, die eine Mischung konkret benennen und deren Zusammensetzung definieren. Eine Rasenmischung, die diese Bezeichnung trägt, wurde von unabhängigen Labors getestet. Die Reinheit, Keimfähigkeit und Eignung für den jeweiligen Einsatzbereich ist in der Regel wesentlich besser als bei günstigen Mischungen.

Folgende Rasenmischungen und Bezeichnungen sind üblich:

Rasen modern
Überlegen Sie bereits vor der Aussaat, was Ihr Rasen später aushalten soll/muss!   © Pixabay


Roswitha Koch / Anna Florenske