Ziergarten

Mit frisch geschnittenen Zweigen von Goldglöckchen (Forsythia x intermedia) oder Japanischer Zierquitte (Chaenomelis) kommt ein Hauch Frühling ins Haus, wenn die Zweige in der Vase zarte Blüten treiben. Damit die Knospen sicher aufgehen, sollte das Vasenwasser alle paar Tage gewechselt und dabei die Zweige erneut schräg angeschnitten werden.

Lampionstaude
Auch im Vergehen eine Zierde ist die Lampionstaude (Physalis alkekengi var. franchetii).   © Roth/Verband Wohneigentum e.V.
Draußen erfreuen erste Blüten an winterblühenden Ziergehölzen: Die Zaubernuss (Hamamelis) mit (je nach Art und Sorte) leuchtend gelben bis intensiv roten Blüten, der angenehm duftende rosafarben blühende Winterschneeball (Viburnum x bodnantense), die halb gefüllten Blüten der Winterkirsche (Prunus subhirtella) mit der Hauptblüte im März sowie der leuchtend gelb blühende Winterjasmin (Jasminum nudiflorum).

Winterschäden an Ziergehölzen vermeiden:

Starker Frost, besonders gefährlich bei Sonnenschein, und scharfer Wind bei fehlendem Schnee können große Schäden verursachen. Oft reicht ein Schutz aus Nadelholzreisig in Bodennähe aus. Noch wirkungsvoller sind Schilf- oder Reetmatten. Am sichersten überwintern Büsche rundum eingepackt in trockenem Falllaub. Damit es nicht wegweht, umgibt man den Busch mit einer Röhre aus Maschendraht.

Nasser Schnee ist schwer. Unter dieser Last können Zweige bruchempfindlicher Gehölze brechen, wie die Strauch-Pfingstrose (Paeonia suffruticosa), oder wenn Zweige der Formgehölze dauerhaft auseinander gebogen werden. Zusammengebunden stützen sich die Zweige gegenseitig und halten so dem Schneedruck stand.

Nadelbäume und andere wintergrüne Pflanzen können im Winter vertrocknen. Denn auch bei Frost verdunsten die Nadeln oder Blätter Wasser, ohne dass die Wurzeln im gefrorenen Boden Nachschub besorgen können. Daher ist es notwendig, diese Pflanzen in frostfreien Perioden zu wässern.

Wenn im Laufe der Jahre Laubholz-Hecken sehr hoch oder breit geworden sind, ist es ratsam sie jetzt durch einen kräftigen Rückschnitt wieder in Form zu bringen. Dieser radikale Eingriff aktiviert die als Reserve angelegten Austriebsknospen. Damit sie genügend Entwicklungszeit haben, ist der Beginn des Winters die optimale Zeit für den Schnitt.

Aus der Form geratene Ziersträucher vertragen ebenfalls einen starken Rückschnitt. Er wirkt wie ein Jungbrunnen und löst einen starken Austrieb im Frühjahr aus. Auch Sträucher, die ihre Blühfreude verloren haben, werden durch den Schnitt wieder üppig blühen.

Wolfgang Roth