Hühner im eigenen Garten

Gartenberater Martin Breidbach wagt sich dieses Jahr an einen lang gehegten Traum: Er hält nun Hühner im eigenen Garten und genießt deren Eier und die Zeit mit den Tieren zusammen mit seiner Familie. Wir zeigen Schritt für Schritt, wie die Breidbachs ihrem Traum näher kommen.

Breidbachs Gartenprojekt

Wir zeigen hier, wie das Projekt um die Schwedischen Blumenhühner fortschreitet.

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    Martin Breidbach (Gartenberater VWE Hessen) wagt sich dieses Jahr an einen lang gehegten Traum: Er möchte im Garten Hühner halten und bald Eier aus eigener Haltung genießen. Die Voraussetzungen stimmen: Er wohnt auf dem Land, die Gartengröße gibt das her ... Foto: Miriel Breidbach

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    Jetzt geht es los: Martin Breidbach opfert gerade jede freie Minute zusammen mit seiner Familie für das Projekt. Foto: Miriel Breidbach

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    Als erstes stellen wir einen Holzzaun zum öffentlichen Weg und einen Voliere-Zaun an den drei restlichen Seiten auf. Wir und die Nachbarn wollen ja freien Einblick haben. Foto: Miriel Breidbach

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     Foto: Miriel Breidbach

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    April: Mittlerweile hat sich im Hühnerbereich einiges getan. Leider mussten wir feststellen, dass der Erhalt des alten Kinderhauses mit dem Sattelach doch nicht so praktikabel ist. Foto: Miriel Breidbach

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    Jetzt bekommt halt die ganze Fläche ein Pultdach. Der angedachte Platz für das Hühnerhaus bleibt aber an der ursprünglichen Stelle. Foto: © Breidbach/VWE

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    Mittlerweile drängt die Zeit ein wenig, denn in der Zwischenzeit mussten wir unsere süßen Hühner beim Züchter vorzeitig wegen Vogelgrippe abholen. Die haben zwar ein gemütlichen Übergangsheim in meiner Werkstatt eingerichtet bekommen, aber allzu lange sollen sie dort nicht bleiben. Wir haben uns übrigens für Schwedische Blumenhühner entschieden, aber dazu an anderer Stelle mehr. Foto: Miriel Breidbach

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    Der Stall ist fertig! Innen ist alles mit Kalkfarbe gestrichen. Sitzstangen und Kotbrett sind eingebaut. Legenester stehen bereit, Futter- und Wassertrog hängen an einem stabilen Seil an der Decke. Rein und raus geht es über eine noch händisch zu bedienende Klappe und über eine Rampe. Ganz wichtig: Das runde Fenster (das man öffnen kann) und die Lüftungsöffnungen sind marder- und mäusesicher vergittert. Foto: Miriel Breidbach

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    Grete, Erna, Lisbeth, Hedi, Rutchen und Miechen fühlen sich wohl in ihrem neuen Zuhause. Foto: Miriel Breidbach

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    Mittlerweile benutzen die Hühner die Legenester schon recht fleißig. Foto: Miriel Breidbach

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    Der Traum von eigenen Eiern wird wahr: durchschnittlich sind es 4 Eier am Tag ... Foto: Miriel Breidbach

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    Das Außengehege umfasst aktuell ca. 40 m², 10 weitere m² folgen noch, wenn die Stauden umgepflanzt sind. Foto: Miriel Breidbach

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    Die Hühner, wie sie einen neu eingezäunten Teil vom Garten erkundet haben. Foto: Miriel Breidbach

Mai/Juni: die ersten Eier!!!

die ersten Eier
Die ersten Eier aus eigener Produktion für die Breidbachs.   © Miriel Breidbach
Juchhu, der Stall ist fertig! Innen ist alles mit Kalkfarbe gestrichen. Sitzstangen und Kotbrett sind eingebaut. Legenester stehen bereit, Futter- und Wassertrog hängen an einem stabilen Seil an der Decke. Rein und raus geht es über eine noch händisch zu bedienende Klappe und über eine Rampe, für uns haben wir noch eine große Tür eingebaut, die die Hühner aber auch gerne nutzen.

Ganz wichtig: Das runde Fenster (das man öffnen kann) und die Lüftungsöffnungen sind marder- und mäusesicher vergittert. Wir haben den Eindruck, unsere Schwedischen Blumenhühner, die wir nur noch "Blumis" nennen, fühlen sich wohl in ihrem neuen Zuhause.
Die 5 Hühner
Grete, Erna, Lisbeth, Hedi, Rutchen und Miechen fühlen sich wohl in ihrem neuen Zuhause.   © Miriel Breidbach

Und dann das Highlight, Mitte Mai: Das erste Ei! Es lag auf einem Stuhl, der im Gehege steht. Ein etwas ungewöhnlicher Platz für die Eiablage, aber wir haben uns ein Loch in den Bauch gefreut! Mittlerweile benutzen die Hühner die Legenester schon recht fleissig und sie belohnen uns mit durchschnittlich 4 Eiern am Tag.

Das Eierlegen wird nach getaner Arbeit übrigens mit einem lauten Gegacker quittiert. Zum Glück haben wir nur einen direkten Nachbarn, und zum "Lärmausgleich" reichen wir ab und zu mal 2 Eier rüber. Das Außengehege umfasst aktuell ca. 40 m², auf den restlichen 10 m² stehen noch ein paar Stauden und Gehölze, die wir noch umpflanzen müssen, bevor auch diese Fläche den Hühnern gehört. Vom alten Kinderhaus haben wir einen Teil des Daches ins Gehege gestellt, das bietet ein wenig Schutz und die Blumis können sich wunderbar oben drauf stellen. Sie mögen diesen Platz.

April: schnell bauen, die Hühner kommen!

Mittlerweile hat sich im Hühnerbereich einiges getan. Leider mussten wir feststellen, dass der Erhalt des alten Kinderhauses mit dem Sattelach doch nicht so praktikabel ist. Also erstmal abbauen und einen Teil der Fundamente ausgraben. Das erleichtert zwar die Dachkonstruktion, heißt aber auch Mehrarbeit. Jetzt bekommt halt die ganze Fläche ein Pultdach. Der angedachte Platz für das Hühnerhaus bleibt aber an der ursprünglichen Stelle.

Damit es im Stall nicht so dunkel ist (Hühner mögen es gerne hell), bauen wir zwei Fenster ein. Neben einem starren Fensterelement haben wir uns über das Internet ein rundes Fenster gekauft. Sieht klasse aus, aber der Einbau …

Mittlerweile drängt die Zeit ein wenig, denn in der Zwischenzeit mussten wir unsere süßen Hühner beim Züchter vorzeitig wegen Vogelgrippe abholen. Die haben zwar ein gemütlichen Übergangsheim in meiner Werkstatt eingerichtet bekommen, aber allzu lange sollen sie dort nicht bleiben.

März: So geht es los

Hühner für den Garten: Es geht los
Als erstes baut Martin Breidbach den Holzzaun.   © Miriel Breidbach

Als erstes stellen wir einen Holzzaun zum öffentlichen Weg und einen Voliere-Zaun an den drei restlichen Seiten auf. Wir und die Nachbarn wollen ja freien Einblick haben.

Als nächstes ist die Erweiterung des Kinderhauses an der Reihe - alte Bretter demontieren, die Bodenplatte vergrößern, Fenster einbauen und neue Außenwände anschrauben. Danach machen wir uns an die Innenausstattung. Neben dem Häuschen soll noch ein Vorratslager für Futter, Heu etc. entstehen. Und bevor die Hühner kommen, muss noch der Außenbereich artgerecht aufgewertet werden.

Die Situation vorher

Wir haben ein großes Grundstück und ausreichend Platz. Eier bekommen wir zwar von einem nahe gelegenen Bauernhof, aber eigene Eier sind schöner. Außerdem konnten wir bei Freunden sehen, wie spannend, interessant und lustig das Zusammenleben mit Hühnern sein kann.

So sieht es vorher aus!
Die Kinder sind groß, das blaue Häuschen sucht eine neue Bestimmung. Die Breidbachs haben da eine Idee ...   © Miriel Breidbach

Die Idee:

In dem Bereich des Gartens, wo das frühere Kinderhäuschen steht, gibt es ein Rasenstück und zum Nachbarn eine bunte Stauden-/Strauchhecke, eher offen gestaltet. Unsere direkten Nachbarn sind von der Idee der Hühner begeistert, ihnen fehlt sogar in unseren Überlegungen ein Hahn - wir wollen uns und die Nachbarschaft vorerst nicht unnötig strapazieren. Aber das kann ja noch werden.

Der gesamte Bereich - knapp 50 m² - soll mit einem Schutzzaun eingefriedet werden, darüber wird ein Netz gespannt. So sind die Hühner vor Fressfeinden sicher. Das Kinderhäuschen wird hühnergerecht erweitert und erhält natürlich Hühnerklappe, Sitzstangen, Kotbrett, Legenester und weitere, für ein glückliches Hühnerleben wichtige Einrichtungsgegenstände. Auch der Freilauf wird mit Sandbad, Sitzerhöhung, Schattenplatz etc. hühnergerecht gestaltet.

Apropos Hühner: Wir haben uns für Schwedische Blumenhühner entschieden. Diese alte Landhuhnrasse hat ein farbenfrohes Federkleid, ist robust, legefreudig und ganz wichtig: neugierig und freundlich. Wir wollen ja mit ihnen am Zaun "plaudern", sie auf den Arm nehmen und uns zu ihnen setzen können. Geschlüpft sind die Hühner übrigens schon, nämlich am 23. November 2020. Und am Karfreitag werden wir sie bei der Züchterin abholen und in ihr neues Zuhause bringen. Es gibt noch einiges zu tun bis dahin, aber wir freuen schon auf unsere neuen Gartenbewohner!

Martin Breidbach