Naturnahes Gärtnern

Naturnahes Gärtnern ist uns wichtig. Pflanzen schützen bedeutet daher für uns mehr als nur Pflanzenschutz. Und Pflanzenschutz beeinhaltet weit mehr als das Anwenden von Pflanzenschutzmitteln: Es geht auch um mechanische Bekämpfen von Schädlingen etwa durch Absammeln von Schädlingen. Das Anbringen von Vlies zum Sonnen- oder Frostschutz und Vieles mehr. Auf chemische Pflanzenschutzmaßnahmen sollte im Hausgarten ganz verzichtet werden. Der Umwelt zuliebe! Und, weil dann das eigene Obst gesünder ist und noch besser schmeckt.

Marienkäfer
Einer der bekanntesten Nützlinge: Der Marienkäfer.   © Pixabay
Wer Schädlinge oder Schaderreger bekämpfen möchte, sollte zunächst versuchen, sie mit mechanischen Mitteln zu vertreiben. Sinnvoll ist Pflanzenschutz nur dann, wenn durch ineinander greifende Maßnahmen ein integrierter Pflanzenschutz erreicht wird. Dieser ist im § 2 des Pflanzenschutzgesetzes (PflSchG) definiert.

Beim integrierten Pflanzenschutz werden verschiedene Verfahren in einer bestimmten Rangfolge miteinander kombiniert. Im Vordergrund steht die Förderung der Pflanzengesundheit durch allgemeine Maßnahmen (z.B. richtige Standort- und Sortenwahl), die dann kombiniert werden mit Schutz, Förderung und dem direkten Einsatz von Nützlingen, biologischen Mitteln (z.B. Pflanzenstärkungsmitteln), biotechnischen Verfahren (z.B. Leimtafeln, Pheromone), mechanischen Maßnahmen (z.B. Absammeln) und letztendlich auch dem chemischen Pflanzenschutz. Auf den chemischen Pflanzenschutz sollte im Privatgarten verzichtet werden. Viel sinnvoller ist es, ganzheitlich zu gärtnern und die naturgemäßen Methoden konsequent anzuwenden.

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