Zu viele Nacktschnecken?

Nacktschnecken gehören sicherlich nicht zu den beliebten Gartenbewohnern. Bei allem Ärger über kahlgefressene Beete solltet ihr aber nicht vergessen, dass auch sie in unserem Ökosystem eine wichtige Aufgabe wahrnehmen. Sie zerkleinern organisches Material, wirken somit an der Entstehung von Humus mit und sind eine wichtige Nahrungsquelle für viele andere Tierarten. Kommt es aber zu einer Massenvermehrung, hat die Stunde der Nacktschnecken geschlagen. Wir zeigen, wie ihr sie umweltfreundlich entfernen könnt.

Nacktschnecke an Salat
Igel, Spitzmäuse, Vögel, Frösche, Kröten, Eidechsen, Schlangen, Glühwürmchen, Laufkäfer und Weinberg- und vor allem Schnegelschnecken halten dieses hungrige Mäulchen im Zaum.   © Görlitz/VWE

Schneckenzaun um Gemüsebeet
Schneckenzaun: guter Schutz für bestimmte Beete oder Pflanzen   © Florenske/VWE

Kind mit Weinbergschnecke
Weinbergschnecken bevorzugen verrottetes Pflanzenmaterial.   © Görlitz/VWE
Nützling: Getigerte Schnegelschnecke
Wer solch eine getigerte Schnegelschnecke im Garten findet, sollte sich freuen: Sie vertilgen Nacktschnecken und ihre Eier!   © Görlitz/VWE

Am wirkungsvollsten ist die Kombination verschiedener Maßnahmen!

Hinweis

Nicht alle Schnecken im Garten sind Schädlinge:

  • Gehäuseschnecken sind in der Regel unproblematisch. Besonders Weinbergschnecken sind sogar geschützt. Sie verdrücken zwar große Mengen Pflanzenmaterial, doch am liebsten, wenn dies angewelkt oder verrottet ist. Jungpflanzen stehen nur auf ihrem Speiseplan, wenn ein Garten zu aufgeräumt ist. Sollten Weinbergschecken überhand nehmen hilft es, abgeschnittene Triebe an einer Stelle im Garten liegen zu lassen.

  • Schnegelschnecken gehören zwar auch zu den Nacktschnecken, ernähren sich aber von abgestorbenem Pflanzenteilen, Pilzen und anderen Nacktschnecken und deren Eiern. Somit sind Sie nützlich und im Garten willkommen.

Martin Breidbach & Sven Görlitz