Rosenschnitt im Jahreslauf

Rosen benötigen regelmäßige Pflege. Der Schnitt ist wichtig. Durch den richtigen Schnitt können die Pflanzen besser abtrocknen. Dadurch sind sie unempfindlicher gegen Pilzkrankheiten und bilden schönere Blüten aus. Auch werden die Pflanzen zur Bildung neuer Triebe aus der Basis angeregt und verjüngen sich damit.

Rose vor dem Schnitt
Vor dem Schnitt   © Dahlmann/VWE

Allgemeine Schnittregeln für Rosen:

Rose nach dem Schnitt
Nach dem Schnitt   © Dahlmann/VWE

Schnitt bei Beet- und Edelrosen:

Tipp: Sollten die Pflanzen nach dem Schnitt nur mit wenigen Knospen austreiben, ist es ratsam, die entstandenen Jungtriebe nach dem dritten Laubblatt noch im krautigen Zustand zu entspitzen (pinzieren). So werden die noch ruhenden Knospen zum Austrieb angeregt und die Pflanzen verzweigen sich besser.

Schnitt bei Kletter-, Park- und Strauchrosen:

Tipp: Die Ruten der Kletterrosen nicht durch das Rankgitter "flechten", denn das erschwert den Schnitt im Folgejahr.

Ökologie:

Im Herbst nur kranke Pflanzenteile entfernen. Hagebutten und verblühte Blüten werden stehen gelassen. Dadurch lassen sich Auswinterungsschäden vermeiden und Singvögel wie Meisen und Distelfinkenfinden so im Winter Nahrung. Krankes Falllaub muss entfernt oder in den Boden eingearbeitet werden. So erspart man sich nicht nur die Schnittarbeit im Herbst, sondern beseitigt im Frühjahr, da die Rosen am ersten Jungaustrieb grundsätzlich verlaust und oft durch Frost geschädigt sind, diese Probleme gleich mit. Auf diese Weise betreiben wir eine naturnahe Schädlingsbekämpfung und haben bei den Pflanzen anschließend einen gesunden und wüchsigen Jungaustrieb ohne Frostschäden, der wiederum weniger krankheitsanfällig ist.Philippe Dahlmann