Gemüsegarten

Vorsicht vor der Schafskälte! Bei Stabtomaten werden die aus den Blattachseln wachsenden Geiztriebe wöchentlich ausgebrochen. Gründünger fördert die Bodenfruchtbarkeit.

Auch in kühleren Gegenden sollten Anfang des Monats Kürbis, Zucchini und alle anderen wärmebedürftigen Gemüsearten ins Freiland gepflanzt werden. Zum Schutz vor Nachtfrösten können Sie Gartenvlies bereit halten, denn Temperaturstürze während der Schafskälte zwischen dem 4. und 20 Juni, mit der Häufung um den 11. des Monats, sind nicht ungewöhnlich.

üppiges Gemüsebeet
Salat hat den ganzen Sommer über Saison. Er eignet sich, wegen der kurzen Kulturdauer, gut für den satzweisen Anbau.   © Wolfgang Roth

Noch kann das typische Herbst- und Wintergemüse wie Knollensellerie, Porree (Lauch), Grün-, Kopf- und Rosenkohl gepflanzt werden. Aber auch Blumenkohl, Brokkoli und Kohlrabi bringen noch gute Erträge.

Die Auswahl an Gemüsearten, die noch ausgesät werden können, ist erheblich: Bohnen, Kohlrabi, Lauchzwiebel, Mairübe, Mangold, Möhre, Pastinake, Radies, Rettich, Rote Bete, Stielmus, Spinat sowie Winterporree.

Salat hat den ganzen Sommer über Saison. Er eignet sich, wegen der kurzen Kulturdauer, gut für den satzweisen Anbau. Schnitt- und Feldsalat werden meistens an Ort und Stelle ausgesät, während die verschiedenen Kopfsalate als Jungpflanzen gesetzt werden. Dadurch eignen sie sich hervorragend zum Auffüllen von Erntelücken. Eine laufende Anzucht von Jungpflanzen wird sich nicht bei geringem Bedarf lohnen. Hier könnten Wochen- und Gartenmärkte zu Bezugsquellen werden. Salat schmeckt auch Blattläusen. Achten Sie deshalb auf blattlausresistente Sorten und bei Feldsalat auf Widerstandsfähigkeit gegen Falschen Mehltau.

Bei Tomaten unterscheiden wir zwei Typen: Die Stabtomate, die einen langen durchgehenden und unverzweigten Mitteltrieb bildet und die verzweigt wachsende Busch- oder Strauchtomate, die meistens in Pflanzgefäßen als Balkonpflanze gezogen wird.

Bei Stabtomaten ist eine Verzweigung unerwünscht, damit die Pflanzen gut durchlüftet werden, schnell abtrocknen und die Früchte in der Sonne hängen. Deshalb müssen die Seitentriebe, die sich immer wieder in den Blattachseln bildenden, ausgebrochen werden.

Wenn die Last der Früchte an Buschtomaten zu groß wird, müssen die Zweige gestützt werden. Nachträglich kann das mit Stäben geschehen. Einfacher ist es jedoch, wenn die junge Pflanze von Anfang an in einen Stützring für Stauden, ähnlich einem Korsett, hinein wächst.

Damit die Erde fruchtbar bleibt, braucht sie Pflege. Am einfachsten ist es, wenn Sie zwischen den Pflanzreihen mulchen. Sollte das aber bspw. wegen einer Übermacht an Nacktschnecken nicht möglich sein, muss die Bodenkrume wöchentlich mit der Hacke oder dem Grubber gelockert werden. Dadurch verringern Sie die Verdunstung von Bodenwasser, halten die Erde aufnahmebereit für Regenwasser und dezimieren das Unkraut.

Wolfgang Roth