Obstgarten

Für immertragende Erdbeeren, deren Erntezeit von Juni bis Oktober reicht, ist die Pflanzzeit im April ideal. Einen besonders guten Start haben die Setzlinge, wenn zuvor verrotteter Stallmist untergegraben oder Komposterde auf das Pflanzbeet verteilt wurde. Auf kargen, ausgelaugten Böden sollten es zehn Liter Komposterde je Quadratmeter sein. Ansonsten genügt die halbe Menge.

Erdbeerblüte
Für immertragende Erdbeeren, deren Erntezeit von Juni bis Oktober reicht, ist die Pflanzzeit im April ideal.   © Pixabay
Pflanzen Sie die Setzlinge so, dass sich der Wurzelhals unmittelbar unter der Erdoberfläche befindet und die Herzblätter knapp aus der Erde ragen. Jede Pflanze fest andrücken und zum Schluss ausreichend mit Wasser versorgen. Entfernen Sie die Blüten laufend bis Ende Mai.

Auch einmaltragende Erdbeeren können Sie im Frühjahr pflanzen, vorausgesetzt, die Setzlinge sind gut entwickelt und haben einen kräftigen Wurzelballen. Die optimale Pflanzzeit ist jedoch von Mitte Juli bis Ende August.

Achten Sie auf Kälteeinbrüche und schützen Sie die Blüten der Beerensträucher und kleineren Obstbäumen mit einer Vliesabdeckung vor dem Erfrieren.

Ein frühzeitiges Erkennen von Krankheitsherden verhindert oft die Ausbreitung einer Infektion. Beispielsweise kündigt sich der Apfelmehltau an den jungen Blättern mit einem mehlartigen Belag oder durch kahnartig gefaltete Blätter an. Der Amerikanische Stachelbeermehltau ist an den mehligen Triebspitzen von Stachel- und Schwarzen Johannisbeersträuchern zu erkennen. Monilia Spitzendürre lässt an Mandelbäumchen, Sauer- und Süßkirschen die Blüten vorzeitig verbräunen und die Triebspitzen kurz nach der Blüte welken. Bei allen drei Krankheiten schneiden Sie die befallenen Zweige großzügig ab.

Blattläuse beginnen oft im Schutz eingerollter Blätter Kolonien zu gründen. In der Anfangszeit lassen sich die wenigen Läuse noch zerdrücken oder mit kaltem Wasser abspritzen.

Wolfgang Roth