Ziergarten

Tipps zu Rosen, Gestaltung, Gehölzen und Rasenpflege im Januar.

Rose mit Raureif
Kein Strauch blüht so lange wie Rosen.   © Wolfgang Roth

Rosen

Ältere Strauch- und Beetrosen sowie Bodendecker-Rosen sind robust und benötigen in wintermilden Gebieten keinen Winterschutz. Anders verhält es sich mit Neupflanzungen und Rosenstämmchen, die Sie mit Nadelholzreisig oder Jute, aber niemals mit Plastikfolie, vor der prallen Wintersonne und dem Austrocknen schützen sollten. Erforderlich ist der Schutz aber erst im Winter, wenn sich einer längere Frostperiode ankündigt.

In rauem Klima überstehen Beet-, Edel- und Zwergrosen den Winter am besten mit Erde angehäufelt. Strauchrosen schützen Sie mit aufgestellten Nadelholzzweigen und in Kletterrosen hängen Sie die Zweige hinein.

Rasen

Der Rasen sollte im Winter möglichst nicht betreten werden. Jeder Schritt würde die Schneedecke oder feuchte Erde verdichten und dadurch den Graswurzeln das Atmen erschweren. Noch schädlicher ist das Betreten bei Frost, denn die gefrorenen Grashalme können brechen.

Gehölze

Viele Laubholzhecken, die zu sehr in die Breite oder Höhe gewachsen sind, vertragen einen radikalen Rückschnitt. Sehr schnittverträglich sind Feldahorn (Acer campestre), Hainbuche (Carpinus betulus), Liguster (Ligustrum vulgare), Sauerdorn (Berberis thunbergii) sowie Rot- und Weißdorn (Crataegus oxyacantha und C. monogyna)

Auch vergreiste und nur noch mangelhaft blühende Ziersträucher erhalten, durch einen starken Rückschnitt im Winter, ihre jugendliche Form zurück. Frühjahrsblüher wie Blutjohannisbeere (Ribes sanguineum), Goldglöckchen (Forsythia intermedia), Kornelkirsche (Cornus mas), Mandelbäumchen (Prunus triloba und P. subhirtella) sowie Scheinhasel (Corylopsis pauciflora) sollten Sie erst nach der Blüte schneiden.

Knollen

Kontrollieren Sie die überwinternden Knollen von Dahlien, Gladiolen, Knollenbegonien und Indischem Blumenrohr regelmäßig auf Fäulnis. Die optimale Lagertemperatur beträgt 2 °C bis 7 °C. Ist der Raum wärmer, dann betten Sie die Rhizome in Sand ein oder wickeln sie in Zeitungspapier. Damit sie nicht zu sehr schrumpfen, müssen die Knollen ab und zu mit Wasser befeuchtet werden.

Immergrüne

Immergrüne Gehölze, die im Winter Laub oder Nadeln tragen, können bei großer Schneelast auseinanderbrechen. Durch vorsichtiges Schütteln sollten Sie die Zweige von der Last befreien.Auch intensiver Sonnenschein bei gleichzeitigem Frost gefährdet Gehölze, weil sich die von der Sonne beschienene Seite stark erwärmt, während der Rest der Pflanze dem Frost ausgesetzt bleibt. Schattenspender wie Nadelholzreisig halten die Sonnenstrahlen fern und schützt so vor krassem Temperaturunterschied.

Gestaltung

Oft sind es Kleinigkeiten, die das gewohnte Gartenbild schöner machen und neue Akzente setzen. Manchmal genügt es, wenn Sie für Ihren Lieblingsstuhl einen neuen Platz suchen und dann den Garten aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Bei dem "Umzug" kommen Sie ganz ohne Baumaßnahmen aus. Für den festen Untergrund der Stellfläche genügt etwas Rindenmulch.

Das Anlegen eines Staudenbeetes erfordert deutlich mehr Einsatz: Eine durchdachte Planung, gründliche Bodenbearbeitung sowie den Einkauf und das Pflanzen der Stauden. Die Mühe lohnt sich, denn ein Staudenbeet ist ein Blickfang im Garten und wird von Jahr zu Jahr schöner. Stauden sind pflegeleicht und beanspruchen, sobald sie etabliert und eingewachsen sind, wenig Arbeit.

Wenn Sie neben einer optischen Änderung auch eine ökologische Bereicherung wollen, bietet sich das Anlegen eines Teiches an. Ein Teich hat viele Fassetten: Er ist eine eigene Welt, ein Biotop für Pflanzen und Tiere sowie im Sommer eine Tränke für viele durstige Gartenmitbewohner. Ein Teich lädt zum Verweilen ein und ist ein spannender Ort für Beobachtungen. Ein ganz anderes Biotop mit beinahe entgegengesetzten Lebensbedingungen ist eine Trockenmauer. Auch sie ist ökologisch wertvoll und bietet unter anderem Insekten, Spinnen und Reptilien ein Zuhause.

Zimmerpflanzen

Zimmerpflanzen leiden im Winter häufig unter trockener Luft und vor allem an zu geringer Lichtintensität. Wenn sich zusätzlich Staub auf den Blättern abgelagert hat, wird der Lichtmangel noch verstärkt. Ein reinigendes Duschbad ist dann für die Pflanzen Wellness pur. Die Blumenerde kann dabei mit Folie abgedeckt werden, damit sie nicht aus dem Topf gespült wird.

Was die Topfpflanzen allerdings nicht vertragen, ist zu starkes Gießen. Auf zu viel Nässe reagieren sie mit schlappem Aussehen, sich gelb verfärbenden Blättern und letztendlich mit Blattfall. Es ist gar nicht so einfach, das richtige Maß beim Gießen zu finden. Menschen mit dem Grünen Daumen erfühlen den Feuchtigkeitsgehalt der Blumenerde. Wer unsicher ist, gießt das Wasser in den Untersetzer und entleert ihn nach einer Stunde.
Wolfgang Roth