Feuchtgebiet im Reihenhausgarten

Bis vor ein paar Monaten hausten Kaninchen hintem im Reihenhausgarten. Die Zeiten sind vorbei. Eine gute Möglichkeit, den Bereich neu zu gestalten. Die Idee von einer größeren Feuchtzone geistert schon länger in Anna Florenskes Kopf herum. Die Pressefrau des VWE ist gelernte Gärtnerin.

So sieht es vorher aus!
Keine Kaninchen mehr, dafür Platz: Die Idee für ein gut 10 m² großes Feuchtgebiet entsteht.   © Florenske/VWE

April: besprechen, warten

Pappeln am Gartenrand
Pläne schmieden: Die Teichfolie muss zum Beispiel ziemlich stark sein, damit die Wurzeln der nahen Pappeln sie nicht durchdringen.   © Florenske/VWE
Die neue Bepflanzung kann ich selbst machen, doch die Teichanlage soll mir ein spezialisierter Gärtner bauen. Endlich war er da, und wir haben viele Details zu dem ca. 9 m² großen Teich plus Bachlauf und Pumpe besprochen. Die Teichfolie muss zum Beispiel ziemlich stark sein, damit die Wurzeln der nahen Pappeln sie nicht durchdringen. Günstig ist, dass durch die riesigen Bäume der Ort, an dem der Teich entstehen soll, die meiste Zeit des Tags beschattet ist. An sonnigen Plätzen ist das Algenwachstum zu groß. Jetzt heißt es: warten und Steine sortieren im Garten. Es soll alles verbaut werden, was schon im Garten ist.

Die Ausgangs-Situation:

Der hintere Teil des Gartens schreit geradezu nach einer neuen Gestaltung: Links der kleine Teich mit Plastikwanne hat wegen der geringen Größe nie richtig funktioniert. Als dann noch rechts Stall und Auslauf der früheren Kaninchen abgebaut waren, ist eine größere Fläche frei geworden, die Platz macht für neue Ideen.

Die Idee:

Anna Florenske im Garten
Erstmal alle Sträucher ausbuddeln, dann kann es losgehen ...   © Smilla Florenske
Im Hitzesommer 2018 beobachtete ich, wie sehr die Wildtiere bei uns in der Stadt unter Wassermangel litten. An unserer kleinen, alten Teichwanne war viel los: Wildtiere wie Vögel, Eichhörnchen, Igel und Insekten stillten ihren Durst - obwohl der kleine Tümpel sehr veralgt war. So entstand die Idee, im Garten ein größeres Feuchtbiotop entstehen zu lassen, das im biologischen Gleichgewicht ist. Im hinteren rechten Bereich soll nun ein gut 10 m² großes Feuchtgebiet mit verschiedenen Tiefen entstehen. Eine Umwälzpumpe soll das Wasser in Bewegung halten und es dann über einen Wasserlauf von links in den Teich zirkulieren lassen. Auch möchte ich nah am Teich im hinteren, schattigen Teil des Gärtchens einen kleinen Sitzplatz entstehen lassen.

So geht es los:

Den Bau der Staustufen und des Teiches mit der Pumpe traue ich mir in Eigenleistung nicht zu. Ich beauftrage einen Gärtner, der sich auf Teiche spezialisiert hat. Die Bepflanzung übernehme ich dann später selbst. Als erstes entferne ich zusammen mit meiner Tochter die alte, veralgte Teichwanne. Hier klafft nun ein gut 1 m breites und 1,40 m tiefes Loch. Anschließend grabe ich im Februar, noch vor dem Laubaustrieb, alle Sträucher aus und setze sie in Container. Später werde ich sie wieder auspflanzen, wenn die Bauarbeiten zum Teich mit Wasserlauf abgeschlossen sind. Einen vielversprechenden Plan hat der Gärtner schon erstellt. Nur wann wird er Zeit haben, mit dem Bau zu beginnen? In Coronazeiten ist er sehr gefragt ... Anna Florenske