Arteninsel im Vorgarten

Hier soll es bald so grünen und blühen, dass sich Insekten und Vögel nicht sattessen und -trinken können. Gartenberater Sven Görlitz vom VWE Baden-Württemberg träumt von einer Arteninsel im eigenen Vorgarten. Schon lange, doch nie fand sich Zeit. Jetzt ist es soweit ...

Sven Görlitz' Gartenprojekt 2021

Im eigenen Vorgarten soll eine Arteninsel entstehen. Wir zeigen über das Jahr, wie sein Projekt Gestalt annimmt.

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    Hier soll es bald so grünen und blühen, dass sich Insekten und Vögel nicht sattsehen können. Gartenberater Sven Görlitz träumt von einer Arteninsel im eigenen Vorgarten. Schon lange, doch nie fand sich Zeit. Jetzt ist es soweit: Wir zeigen über das Jahr, wie sein Projekt Gestalt annimmt. Foto: © Görlitz/VWE

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    Jetzt geht es los: Sven Görlitz hat tatkräftige Unterstützung von seinen Kindern. Foto: © Görlitz/VWE

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    Als erstes habe ich sämtliche Pflanzen, die erhaltenswert sind, ausgegraben und in Töpfe gesetzt. Darunter fanden sich Keimlinge der Wilden Karde, Nachtkerzen, Königskerzen und Johanniskraut. Diese sollen später auch wieder auf die neue Fläche. Foto: © Görlitz/VWE

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    Nun konnte die Familie endlich damit beginnen, das Mäuerchen und die Unterschlupfmöglichkeiten für Insekten zu bauen. Zum Eingangsweg hin habe ich in den Erdhügel Tonröhren eingegraben. Foto: © Görlitz/VWE

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    ...und davor ein kleine Mauer gebaut aus Sandsteinen, Tonscherben, einem gespaltenen und mit Löcher versehenem Stammstück, sowie einer Wand aus einem Lehm-Sandgemisch. Foto: © Görlitz/VWE

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    Ein Stück dieser Mauer wurde mit alten Ziegeln abgedeckt, so dass das Holz und die Lehmwand trocken bleiben. Foto: © Görlitz/VWE

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    Nachhaltig auch beim Bauen: Sven Görlitz verwendet viele Materialien wieder. Foto: © Görlitz/VWE

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    Die Kinder entdecken eine Weinbergschnecke wieder, der sie vor über einem Jahr mit Filzstift einen Namen gegeben hatte. "Erdbeere", so heißt die Schnecke, befand sich noch in der Winterruhe und kann sich nach dem Aufwachen gleich im Holzstapel wohlfühlen. Foto: © Görlitz/VWE

April: Der Anfang ist getan ...

Wie so oft hat man eine Vorstellung im Kopf und sobald man anfängt, ändert sich einiges: So stellten wir bei den Arbeiten im Vorgarten fest, dass genau hier der perfekte Platz für einen Durchgang für die Kinder zum Garten der Nachbarn ist. Also: Säge angesetzt und ein Durchschlupf in den Bretterzaun gesägt. Jetzt wird halt die geplante Pflanzfläche durch einen schmalen Weg in zwei Teile getrennt, aber es bleibt trotzdem noch genug Platz für die Umsetzung des Projekts.

Als erstes habe ich sämtliche Pflanzen, die erhaltenswert sind, ausgegraben und in Töpfe gesetzt. Darunter fanden sich Keimlinge der Wilden Karde, Nachtkerzen, Königskerzen und Johanniskraut. Diese sollen später auch wieder auf die neue Fläche. Ein Strauch ist ausgegraben und das alte Rankgerüst für den Wein versetzt und mit neuen Latten versehen. Jetzt konnten wir endlich damit beginnen, das Mäuerchen und die Unterschlupfmöglichkeiten für Insekten zu bauen.

Zum Nachbarn hin schichteten wir Totholz als Abstützung für den Erdhügel auf. Zur Freude meiner Kinder entdeckten wir dabei eine Weinbergschnecke wieder, der sie vor über einem Jahr mit Filzstift einen Namen gegeben hatte. "Erdbeere", so heißt die Schnecke, befand sich noch in der Winterruhe und kann sich nach dem Aufwachen gleich im Holzstapel wohlfühlen.

Zum Eingangsweg hin habe ich in den Erdhügel Tonröhren eingegraben und davor ein kleine Mauer gebaut aus Sandsteinen, Tonscherben, einem gespaltenen und mit Löcher versehenem Stammstück, sowie einer Wand aus einem Lehm-Sandgemisch. Ein Stück dieser Mauer wurde mit alten Ziegeln abgedeckt, so dass das Holz und die Lehmwand trocken bleiben. Als nächstes soll vor der Mauer noch eine Pfütze mit Sand, Kies und Lehm entstehen und die ganze Fläche wieder bepflanzt werden - danach bleibt alles Weitere der Pflanzen- und Tierwelt überlassen.

Ausgangs-Situation:

So sieht es vorher aus!
Altes Staudenbeet, Bauschutt und Wurzelreste: So sieht es vorher aus.   © Görlitz/VWE
Entlang des Zugangswegs zu unserem Haus befindet sich eine in die Jahre gekommene Staudenpflanzung. Im Vorgarten sieht es derzeit etwas trostlos aus: Eine Rose, ein Rosmarinstrauch und ein altes Rankgerüst für Tafeltrauben harren der Dinge und warten auf Veränderung. Im Zuge von Bauarbeiten im Garten wurden hier kiesige Erde, Steine, sowie Wurzel- und Baumstümpfe abgekippt. Jetzt soll die ca. 12m² große Fläche neugestaltet werden.

Die Idee:

Mit den vorhandenen Materialien soll hier ein vielfältiger und strukturreicher Gartenbereich entstehen, der auf kleinem Raum viel Platz für verschiedene Tier- und Pflanzenarten bietet.

Geplant sind:

Sven Görlitz