Gemüsegarten

Im Gemüsegarten ist jetzt wenig zu tun. Ratsam ist es, störende Wildkräuter zu jäten, denn einige Wildkräuter sind auch im Winter aktiv und lassen ihre Samen reifen, z.B. Hirtentäschelkraut (Capsella bursa-pastoris), Vogelmiere (Stellaria media) oder einjähriges Rispengras (Poa annua)

Grünkohl im Schnee
Haupt-Erntezeit von Grünkohl ist der Dezember.   © Jaron Breidbach
Klassisches Wintergemüse sind Grün-, Palm- und Rosenkohl. Auch wenn diese Gemüsearten Kälte vertragen, ist das Abdecken mit Gemüsevlies ein guter Schutz vor Trockenschäden durch Frost. Ebenfalls fühlen sich Porree, Feldsalat, Radicchio und Winterportulak (Claytonia perfoliata) - auch Tellerkraut, Kuba-Spinat oder Winterpostelein genannt - unter Vlies wohl. Absolut winterhart sind Teltower Rübchen, Topinambur, Hafer- und Schwarzwurzeln.

Kürbisse müssen jetzt rein. Sie bleiben in einem kühlen und trockenen Raum etliche Wochen lang frisch. Damit die Früchte keine Druckstellen bekommen, können sie auf Wellpappe gelagert und ab und zu gewendet werden.

Meerrettich ist reich an Senfölglycoside, die gegen Erkältung wirken und vielen Wintergerichten Schärfe geben. Im Garten ist Meerrettich anspruchslos und kann sehr alt werden. Wenn Sie ernten wollen, stechen Sie den Spaten im Randbereich, aber noch innerhalb der Staude, an einem kräftigen Blattbüschel möglichst tief in die Erde. Das abgetrennte Wurzelstück sollte frisch verarbeitet werden. Ist die Ernte etwas größer ausgefallen, kann der Rest in einer verschlossenen Box zwei Wochen lang in Kühlschrank aufbewahrt werden.

Abgeerntete und somit leere Beete sollten unter einer schützenden Mulchschicht aus Ernterückständen, Laub oder krautigen Schnittabfällen überwintern. Die Bodenbearbeitung erfolgt dann im zeitigen Frühjahr.

Wolfgang Roth