Obstgarten

Erdbeeren in der Hand
Ernten Sie Erdbeeren immer mit den Kelchblättern, das reduziert die Infektionsgefahr mit Schimmel.   © Pixabay

Tipp: Hilfreiche Insektenschutznetze

Speziell für Obstgehölze sind im Fachhandel Insekten-Schutznetze erhältlich. Sie wehren bei Obststräuchern und kleinkronigen Bäumen unterschiedliche Insekten ab:

Wasserschosse jetzt entfernen!

Besonders nach einem starken Rückschnitt im Winter bilden Obstbäume sogenannte Wasserschosse, das sind senkrecht in die Höhe wachsende Triebe. Diese sind überflüssig, behindern die Durchlüftung der Baumkrone und verzögern somit das Abtrocknen der Blätter und Äste. Die weichen noch nicht verholzten Triebe lassen sich beim Kernobst mit der Hand ausreißen. "Juniriss" nennen Obstbauern diese Pflegemaßnahme. Beim empfindlicheren Steinobst müssen Sie zur Baumschere greifen.

Mit diesem Monat verbindet sich ein weiterer Begriff, der "Juni-Fruchtfall". Bei übermäßigem Fruchtbehang werfen Obstbäume im Juni einen Teil ihrer Früchte ab, zum Schutz vor Überforderung.

Pflücken Sie verschimmelte Erdbeeren frühzeitig, damit sich die gesunden Früchte nicht anstecken. Ernten Sie die Früchte immer mit den Kelchblättern, auch das reduziert die Infektionsgefahr.

Wolfgang Roth

TIPP:

Wer große Früchte in guter Qualität ernten möchte, sollte selbst für die optimale Anzahl sorgen. Ein Apfel oder eine Birne braucht mindestens 20 Laubblätter für die ausreichende Versorgung. Das entspricht sieben bis acht Früchten je ein Meter Zweiglänge. An kleinen, bis 2,50 Meter hohen Apfelbäumen, sollten nur 80 bis maximal 100 Äpfel reifen. Bei Pfirsichen ist ein faustbreiter Abstand zwischen den Früchten und bei Aprikosen von drei Fingern perfekt.