Ziergarten

Zur Vorbereitung auf die kommende Gartensaison gibt es einiges zu tun: Der Winterschutz kann weggeräumt und die trockenen Staudenreste abgeschnitten werden. Der Pflegeschnitt an Obstgehölzen geht dem Ende entgegen und die Pflanzzeit für Gehölze sowie Stauden beginnt. Eine gute Zeit, um auf der Fensterbank Jungpflänzchen wie Tomaten anzuziehen und um im Gemüsegarten erste Aussaaten zu machen.

Rückschnitt

Das junge Grün braucht Platz. Vorjährige, eingetrocknete Ziergräser sollten jetzt kurz abgeschnitten werden. Zur weiteren Pflege des Staudenbeetes gehören das Auflockern der Erdkrume und das Verteilen von Komposterde zwischen den Pflanzen. Damit aktivieren Sie den Boden und versorgen die Stauden mit den notwendigen Nährstoffen.

Alljährlich im Frühjahr müssen Ziergehölze, die ausschließlich an den neuen, diesjährigen Trieben blühen, stark zurückgeschnitten werden. Hierzu zählen Bartblume (Caryopteris x clandonensis), Rispenhortensie (Hydrangea paniculata), Rote Sommerspiere (Spirea x bumalda) und Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii Hybriden). Auch Beet-, Zwerg- und Bodendecker-Rosen gehören dazu. Weil ihr Austrieb kälteempfindlich ist, werden sie etwas später, zu Beginn der Forsythienblüte, geschnitten.

Durch Kälte und Trockenheit entstandene Schäden werden oft erst im Frühjahr sichtbar. Betroffen sind meistens wintergrüne Gehölze wie Heckenmyrte (Lonicera nitida), Lebensbaum (Thuja), Lorbeerkirsche und Wintergrüner Liguster (Ligustrum ovalifolium). Anzeichen für Winterschäden sind braun verfärbte und abgestorbene Blätter. Wenn Sie mit dem Fingernagel etwas Rinde abkratzen und es darunter grün schimmert, werden die Gehölze erneut austreiben und bald wieder wie gewohnt aussehen. Zweige ohne grünes Lebenszeichen unter der Rinde müssen bis ins ungeschädigte Holz zurückgeschickten werden.

Pflanzzeit

Setzt mit einigen neuen Ziergehölzen oder Stauden frische Akzente. Jetzt im Frühjahr ist die Zeit günstig, denn die Pflanzen wachsen besonders sicher an.

Teilen und Vermehren

Das Teilen von Stauden ist notwendig, wenn die Pflanzen wegen ihres Alters kaum noch blühen und deshalb verjüngt werden müssen, oder um sie zu vermehren.

Wenn Schneeglöckchen (Galanthus spp.) ungestört wachsen können, bilden sie mit ihren Brutzwiebeln nach wenigen Jahren dichte Bestände. Ähnlich wie bei Stauden, lassen sich diese Frühlingsblüher durch mehrfaches Teilen eines Bestandes vermehren: Hebt mit der Grabegabel gleich nach der Blüte die belaubten Schneeglöckchen tief mit den Wurzeln aus. Teilt dann je zehn Pflanzen ab, um sie in Gruppen an einen neuen Standort zu setzen. Setzt die Schneeglöckchen so tief wie sie zuvor standen. Ein großer Schuss Wasser sorgt dafür, dass sich die zarten Wurzeln wieder mit der Erde verbinden.

Düngen

Pflanzen, die im Frühjahr stark wachsen, verbrauchen viele Nährstoffe. Aus Komposterde und Hornspäne können Sie einen universell einsetzbaren Dünger selbst herstellen. Für einen Quadratmeter Beetfläche ist die Mischung aus 2 bis 3 l Komposterde und 50 g Hornspäne perfekt. Hornspäne sind recht grob und zersetzen sich nur langsam. Feiner und schneller in der Wirkung sind Horngrieß oder Hornmehl.

Rasenpflege

Sobald der Rasen genügend abgetrocknet und wieder begehbar ist, kann die Wellnesskur beginnen. Zuerst wird abgeharkt, dann auf kurze Länge gemäht und wenn erforderlich auch vertikutiert. Den krönenden Schlusspunkt setzt eine Düngung. Verwenden Sie einen speziellen Rasendünger, der durch seinen hohen Anteil an Stickstoff den Gräsern besonders gut tut. Empfehlenswert sind Langzeitdünger, die den Rasen monatelang versorgen. Wenn erforderlich, können Sie auch Rasendünger mit Moosvernichter verstreuen.

Was noch zu erledigen ist:

Wolfgang Roth

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