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Interessantes und Wissenswertes über Bambus

bambushalm
Bambus bildet sehr stabile und flexible Halme aus. (Längsschnitt durch einen Bambushalm)

Woher kommt der Name "Bambus"?

In der englischen Sprache wird Bambus als „Bamboo“ bezeichnet. Über den Ursprung dieser Bezeichnung gibt es folgende Legende: Als Marco Polo auf einer seiner Reisen auf den Philippinen weilte, legten die einheimischen Begleiter immer wieder Bambushalme ins Lagerfeuer, damit sie während ihres Schlafes nicht von gefährlichen Tieren und bösen Geistern überrascht werden. Für Marco Polo wurde es eine sehr unruhige Nacht, denn wenn Bambushalme verbrennen, dehnt sich die Luft in den Hohlräumen aus und es macht: „Bämm Buuh“.

Wo ist der Bambus beheimatet?

Versteinerungen aus dem Tertiär belegen, dass Bambuspflanzen vor dem Eiszeitalter auch in Europa heimisch waren. Heute sind Bambusse auf allen Kontinenten, mit Ausnahme von Europa und der Antarktis, beheimatet. In China und Japan wird Bambus schon seit Jahrhunderten in der Gartengestaltung verwendet. Allein 500 Arten kommen in China vor, weitere 100 meist kleinwüchsige Arten in Japan. Weitere Arten stammen aus Nord- und Südamerika, 130 Arten wachsen in der Andenregion Südamerikas. Aus Afrika stammen 17 Arten, aus Australien weitere drei. Oft handelt es sich um tropische bis subtropische Pflanzen. Doch viele Arten gedeihen auch in den gemäßigten Klimazonen sehr gut. Nach Europa gelangten erste Bambuspflanzen vor mehr als 200 Jahren. Die meisten wurden allerdings erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus China und Japan eingeführt.

Botanisches und Bambus an der Gartengrenze

Aus botanischer Sicht handelt es sich bei Bambuspflanzen um Süßgräser (Gramineae). Der Bambus ist daher mit den kleinen Gräsern im heimischen Rasen näher verwandt als mit irgendeinem Zierstrauch. Beschwert sich ein Nachbar über einen Bambus, der über die Grenze wuchert, kann man sich allerdings nicht mit einer Bemerkung wie: „das ist doch nur ein bisschen Gras“ aus der Verantwortung ziehen. Unter nachbarrechtlichen Gesichtspunkten wird Bambus wie ein Zierstrauch behandelt und sollte daher auch die vorgegebenen Grenzabstände einhalten. Oft ist sogar eine Rhizomsperre notwendig, um die unkontrollierte Ausbreitung einer Bambuspflanze auf das Nachbargrundstück und auf dem eigenen Grundstück zu unterbinden.

Bambus als Nutzpflanze

Mit seiner Wuchskraft gehört Bambus auch zu den Nutzpflanzen, die der Mensch auf vielfältige Weise für seine Bedürfnisse zu Nutzen versteht. Bambuspflanzen sind Rohstofflieferant für unterschiedlichste Produkte mit hohem volkswirtschaftlichem Wert. Im häuslichen Bereich finden wir Möbel, Küchengeräte, Textilien, Papier oder Musikinstrumente. In asiatischen Städten werden Baugerüste, selbst für Hochhäuser, aus Bambus gefertigt. Auch Häuser nur aus Bambus gebaut sind möglich. Viele Waffen, aber auch Kunst, lassen sich aus Bambus fertigen. Weiterhin werden die Sprossen von bestimmten Bambusarten, nach Abkochen, als Gemüse gegessen.

Der größte Bambus der Welt

Die Zellen der Halme enthalten wie Bäume eine große Menge an Lignin (lat. Lignum = Holz) und sind entsprechend hart. Daher können die Halme, auf ihrem Weg zum Licht, große Wuchshöhen erreichen. In China wurde vor kurzem der größte bisher gemessene Bambus entdeckt. Er soll eine Höhe von 46 m erreicht haben. Das Bambusrohr hat dabei einen Durchmesser von 36 cm und wiegt 450 kg.


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