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Ausbreitung von Bambus verhindern (Rhizomsperre)

rhizom
Ein Bambusrhizom auf der Suche nach neuem Lebensraum

Rhizomsperre
Eine Rhizomsperre ist bei den meisten Bambusarten zu empfehlen

Neben Wurzeln besitzt Bambus unterirdische Triebe, die als Rhizome bezeichnet werden. Bambusse bilden zwei unterschiedliche Rhizomtypen aus, die pachymorphen und leptomorphen Rhizome.

  • Leptomorphe Rhizome sind lang, schlank und können mehrere Meter lang werden. Da an ihren Enden die neuen Triebe entstehen, sind sie verantwortlich für das starke wuchern der Bambusse. Alle Bambusarten, bis auf die Gattung Fargesia, weisen diese Art der Rhizombildung auf.
  • Pachymorphe Rhizome hingegen sind dick, kurz und bilden in sehr kurzen Abständen neue Triebe. Die Gattung Fargesia bildet diese pachymorphen Rhizome aus, deshalb wächst diese in dichten Horsten und wuchert nicht.

Die Neigung Ausläufer zu bilden ist bei den Bambusarten unterschiedlich stark ausgeprägt und abhängig von der Bodenart. Bei schweren Ton- und Lehmböden ist der Ausbreitungsdrang im Allgemeinen geringer als bei leichten Sand- und Moorböden. Um eine unkontrollierte Ausbreitung im Garten zu verhindern, ist bei allen Bambusarten, außer der Gattung Fargesia, eine Rhizomsperre zu empfehlen.

Wichtige Hinweise zu Rhizomsperren:

  • Rhizomsperren werden aus Wurzelschutzfolien, sogenannten HDPE-Folien (High Density Poly Ethylen), angefertigt.
  • Eine Rhizomsperre sollte bis in eine Tiefe von 60 bis 80 cm reichen.
  • Damit die jeweilige Bambussorte sich artgerecht entfalten kann, muss das Volumen innerhalb der Rhizomsperre ausreichenden Wurzelraum bieten.
  • Ein Überstand von 3 – 5 cm an der Erdoberfläche ist zu empfehlen. Auf diese Weise werden Rhizome, die die Sperre überwachsen, rechtzeitig erkannt und können abgeschnitten werden.
  • Da durch eine Rhizomsperre die seitliche Wasserzufuhr unterbrochen wird, reicht die Wasserversorgung über natürliche Niederschläge oft nicht aus. Besonders bei lang anhaltender, trockener Witterung muss zusätzlich bewässert werden. Bambus zählt zu den besonders durstigen Pflanzen. Beginnt Bambus seine Blätter einzurollen, ist das ein sicheres Zeichen für Wassermangel.
  • Bei sehr sandigen Böden oder wenn die Pflanzen von der Sperre zu eng umschlossen sind, kann diese unterwandert werden.
  • Pflasterflächen sind kein Schutz vor unkontrolliertem Bambuswachstum. Pflanzt man einen Bambus ohne Rhizomsperre in einen solchen Bereich, kann es sogar passieren, dass die Bambuswurzeln unter der Pflasterfläche besser wachsen als im Gartenboden. Da die in der Bodenluft enthaltene Feuchtigkeit direkt unter dem Pflaster auskondensiert, werden die Bambuswurzeln von dem Extra-Angebot an Feuchtigkeit geradezu angelockt.

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