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Frühjahrskur für den Rasen

Im Frühjahr erwacht der Rasen zu neuem Leben. Helfen Sie ihm dabei auf die Sprünge! Wer im Frühling ein paar Stunden Gartenarbeit investiert, wird über den ganzen Sommer mit einem satten Grün belohnt. Unsere Tipps zur klassischen Rasenpflege im Frühling.

Mähen

  •  Zum Beginn einer jeden Rasensaison ist es ratsam,  den Rasenmäher zu warten (z.B. Messerschliff, Ölwechsel).
  • Sobald die Rasengräser wachsen, ist Mähen angesagt.
  • Die Mähintervalle sollten regelmäßig sein und spätestens dann erfolgen, wenn der Zuwachs der Grashalme 3 bis 4 cm beträgt.
  • Ein häufiger, regelmäßiger und nicht zu tiefer Schnitt stärkt die Rasenpflanzen. Nur so bildet sich eine dichte, gesunde Grasnarbe. Faustregel: Ungefähr 1/3 der Halmlänge einkürzen.
  • Die optimale Schnitthöhe liegt bei Gebrauchsrasen zwischen 3 - 5 cm, auf stark strapazierten Flächen und in Schattenlagen die Gräser etwas länger wachsen lassen (5-6 cm).
  • Der Rasenschnitt kann grundsätzlich auf der Fläche liegen bleiben. Allerdings nur dann, wenn die Halme nicht zu lang sind und sich keine Klumpenbilden. Würmer und den Mikroorganismen des Bodens wandeln Rasenschnitt in kurzer Zeit in Nährstoffe um. Auf diese Weise lässt sich ca. 1/3 der Düngermenge einsparen.

Wichtig: Für das Liegenlassen des Mähgutes sollte der Rasenmäher dieses gut streuen können. Hierzu eignen sich alle Spindelmäher sehr gut. Beim Neukauf eines Rasenmähers ist es sinnvoll darauf zu achten, dass man zwischen einer Mulchfunktion (Mulchmesser) und dem Auswurf in den Fangsack wählen kann. Tipp: Angetrockneter Rasenschnitt eignet sich auch hervorragen als Mulchmaterial in Stauden und Gemüsebeeten.

Vertikutieren
  •  Ist der Rasen im Frühjahr vermoost und / oder mit Rasenfilz aus abgestorbenen Pflanzenteilen durchsetzt, sollte er vertikutiert werden.
  • Ein Vertikutiergerät arbeitet mit vertikal rotierenden Messerschneiden, welche die Grasnarbe durchkämmen. Das Mikroklima wird dadurch wesentlich verbessert, Wasser und Nährstoffe können wieder besser in den Boden eindringen, und die Gräser bekommen mehr Licht und Luft.
  • Für das Vertikutieren sollte der Boden gut abgetrocknet sein. Nicht zu früh vertikutieren, nach dem ersten Rasenschnitt ist ausreichend.
  • Den Rasen vorher auf ca. 3 cm Höhe mähen.
  • Messer am Vertikutierer auf Bodenhöhe einstellen.
  • Die Fläche kreuzweise befahren.
  • Bei kleinen Rasenflächen ist die Bearbeitung mit einem Handvertikutierer ausreichend.

Wichtig: Die Messer des Vertikutierers dürfen weder den Boden aufkratzen, noch in den Boden einschneiden, das fördert das Keimen von Unkrautsamen und schneidet den Gräsern die Wurzeln ab. Soll der Boden nur belüftet werden, spricht man von aerifizieren. Hierbei werden maschinell Löcher aus dem Boden gestanzt und mit Sand verfüllt.

Nachsäen

Gibt es nach dem Vertikutieren größere Lücken, ist es sinnvoll, Rasen nachzusäen. Hierfür kann Rasensamen unter Gartenerde gemischt und ausgebracht werden. Mit dem Rechen die Mischung gleichmäßig verteilen.

Wässern

Wurde neuer Rasen ausgesät, muss dieser in der Anwachsphase immer feucht gehalten werden. Später reicht es aus, nur bei anhaltender Trockenheit zu wässern. Dann durchdringend, aber nur alle paar Tage Wasser geben. Der Rasen sollte tief wurzeln, was oft durch tägliche Wassergaben verhindert wird.

  • Möglichst morgens und nur die Rasenfläche wässern.
  • Einmalig 10-20 l / m² reichen meist (Unterschiede je nach Boden) für ca. eine Woche.


Düngen

Je nach Bodenart und Nutzung kann der Rasen auch ohne Düngung gut gedeihen. Meist ist aber mindestens eine leichte Düngung zu empfehlen, um eine Nährstoffunterversorgung zu vermeiden. Nur bei einem Kräuterrasen, bei dem man eine möglichst hohe Artenvielfalt erreichen will, kann man sich die Düngung ganz sparen.

  • Eine gezielte, sinnvolle Düngung erfolgt nach dem Ergebnis einer Bodenanalyse. Diese am besten alle 3 bis 4 Jahre wiederholen.
  • Die erste Düngung ist ratsam, sobald Rasen zu wachsen beginnt und gemäht werden muss.
  • Organische Rasendünger werden etwas früher ausgebracht, da diese von den Bodenorganismen erst in pflanzenverfügbare Nährstoffe umgebaut werden müssen. Sie sind im Hausgarten normalerweise ausreichend.
  • Häufigere kleine Düngergaben sind günstiger, als eine normale. Es waschen weniger Nährstoffe aus und die Gräser wachsen kontinuierlicher.

Sven Görlitz

Empfehlung: Für eine ausgewogene und umweltverträgliche Düngung sollte alle drei bis vier Jahre eine Bodenprobe zur Analyse eingeschickt werden. Dies gilt nicht nur für den Rasen, sondern für alle Gartenpflanzen! Dabei wird neben den Nährstoffgehalten auch der pH-Wert bestimmt, der darüber Auskunft gibt, ob Kalk ausgebracht werden sollte.

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