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Marienkäfer

Marienkäferlarve verpuppt
verpuppte Marienkäferlarve

Asiatischer-Marienkäfer
Asiatischer Marienkäfer (Harlekinkäfer)

Marienkäferlarve
Marienkäferlarve frisst Blattlaus

Gelege Marienkäfer
Eigelege des Marienkäfers

In Mitteleuropa kennt man etwa 70 verschiedene Marienkäferarten. Von diesen leben etwa 50 Arten von Blattläusen und 14 von Schildläusen. Die restlichen Arten vertilgen Spinnmilben oder Mehltaupilze. Marienkäfer gibt es in vielen verschiedenen Farben, mit und ohne Punkte oder mit unregelmäßigen Flecken.

Die häufigste und bekannteste heimische Marienkäferart ist der Sieben-Punkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata). Der Käfer legt im Frühjahr seine Eier direkt neben die Blattlauskolonien ab. Aus diesen schlüpfen dann die Larven, welche sich sofort über die Blattläuse hermachen. Die Gelege und die Larven werden jedoch oftmals nicht erkannt oder als Schädlinge eingestuft. Oft auch aus Unwissenheit vernichtet. Ein Sieben-Punkt-Marienkäfer frisst durchschnittlich bis zu 150 Blattläuse am Tag. Eine Larve dieser Art im Laufe ihrer Entwicklung bis zu 800 Blattläuse. Ähnlich großen Appetit haben auch die anderen blattläusefressenden Arten. Marienkäfer werden auch gezielt zur Blattlausbekämpfung eingesetzt.

Seit vielen Jahren werden in Europa Arten, wie der australische und der asiatische Marienkäfer als Nützlinge z.B. in Gewächshauskulturen eingesetzt. Dies erspart oftmals einen Einsatz von Spritzmitteln. Während der australische Marienkäfer unsere Winter hier nicht überlebt, kommt der asiatische auch mit den hiesigen Umweltbedingungen gut zurecht.

Der asiatische Marienkäfer (Harmonia axyridis), auch Harlekinkäfer genannt, ist in seinem Aussehen sehr verschieden. Sowohl die Farbe, als auch die Punkteanzahl variieren stark. Bei den meisten Käfern der Art ist aber eine deutliche „M“- bzw. „W“-Zeichnung auf dem weißen bis gelblichen Halsschild zu sehen. Manche Käfer erscheinen auch schwarz mit roten Punkten. Inzwischen tritt diese Art im ganzen Bundesgebiet verbreitet auf. Die Käfer und Larven des asiatischen Marienkäfers sind noch effektivere Blattlausvertilger, als die der heimischen Arten. Des Weiteren ernähren sie sich von Milben, Kleininsekten und Pollen, aber auch von Früchten.
Das massenhafte Auftreten des Asiatischen Marienkäfers ist manchen Gegenden bereits zum Problem geworden. Besonders im Obst- und Weinbau kam es zu größeren Schäden. Da die Käfer bei Störungen oder Gefahr durch Reflexblutung ein gelbes, bitteres Gift (Hämolymphe) ausscheiden, haben sie wenige Fressfeinde. Diese Ausscheidungen können im Weinbau ganze Erntepartien ungenießbar werden lassen, da sich die Käfer auch oft in den Trauben verstecken. Außerdem kann das massenhafte Auftreten im Herbst in Wohngebieten sehr lästig sein.


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