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Naturgartentipps

Schwebfliege
Schwebfliege auf Nahrungssuche

Eidechse
Eidechse im Schutz einer Steinmauer

In unserem dichtbesiedelten Land werden spezielle Lebensräume, wie Magerwiesen, kleine Tümpel, Lehm- und Sandflächen weniger und mit ihnen verschwinden die angepassten Tier- und Pflanzenarten. Jeder Gartenbesitzer kann mithelfen, die Artenvielfalt zu erhalten und schafft damit gleichzeitig viele Vorteile für seinen Garten. Diese liegen auf der Hand, denn in einem naturnah gestalteten Garten entsteht ein biologisches Gleichgewicht, gibt es selten eine Massenvermehrung von Schädlingen, finden sich genügend Insekten zur Pflanzenbestäubung, wird die Umwelt weniger belastet und können Kindern und Erwachsenen Naturzusammenhänge näher gebracht werden. Naturnahe Gärten sind weniger pflegeintensiv und verursachen damit weniger Arbeit, was aber nicht heißt, dass hier alles wachsen darf wie es will. Im Folgenden sind einige Tipps zusammengestellt:

  • Flächen nicht versiegeln, sondern durchlässige Beläge, wie Kies/ Splittbeläge oder durchlässiges Pflaster wählen. Natürliche Wasserkreisläufe werden so erhalten.
  • Regenwasser in Zisternen sammeln und zum Gießen verwenden. So wird Trinkwasser eingespart, welches aufwendig aufbereitet werden muss.
  • Flachdächer z.B. auf Garagen extensiv begrünen. Dies hält Regenwasser zurück, was zu einem besseren Kleinklima und zum Hochwasserschutz beiträgt. Auf den Dächern entsteht ein spezielles Kleinbiotop für Insektenarten.
  • Begrünte Fassaden schaffen einen Lebensraum für viele Tierarten, verbessern das Kleinklima und schützen die Wand vor Wettereinflüssen. Sollen die Pflanzen nicht direkt an der Fassade haften, kann man mit Spanndrähten und Rankgerüsten arbeiten.
  • So wenige Maschinen wie möglich einsetzen. Diese verbrauchen unnötig Energie, sowohl beim Betrieb als auch bei der Herstellung. Manche Geräte wie z.B. Laubsauger sind nicht nur störend laut, sie zerstören auch noch eine Vielzahl Kleinstlebewesen.
  • Möglichst viele heimischeGehölze und wo es die Fläche zulässt, Obsthochstämme pflanzen, diese bieten Nahrung und Überwinterungsmöglichkeiten für verschiedenste Tiere.
  • Verblühte Blütenstände und Gräser erst im Frühjahr zurückschneiden. Sie sind Winterquartier für Insekten, Nahrung für verschiedene Vogelarten und nicht zuletzt eine optische Bereicherung im kahlen, winterlichen Garten.
  • Viele blühende Pflanzen bereichern das Gartenbild und locken Nützlinge wie Florfliegen und Schwebfliegen an. Achten Sie darauf ungefüllt blühende Arten zu verwenden.
  • Große Rasenflächen wenigstens teilweise in eine Blumenwiese oder in Staudenbeete umwandeln.
  • Das Anlegen von Feuchtbiotopen fördert die Artenvielfalt im Garten und beeinflusst das Kleinklima positiv.
  • Boden nicht unbedeckt lassen sondern mit Bodendeckern bepflanzen oder Mulchen. Dies verhindert das Austrocknen und fördert das Bodenleben.
  • Herbstlaub zum Schutz des Bodens auf den Pflanzflächen belassen.
  • Bei der Gartengestaltung regionale Materialien (z.B. Steine) verwenden. Diese passen in die Umgebung und müssen nicht weit transportiert werden.
  • Wildwuchsecken im Garten zulassen und nur regulierend eingreifen.
  • Auf mineralischen Dünger möglichst verzichten, stattdessen eigenen Kompost und organischen Dünger verwenden. Mineralische Dünger neigen, bei unsachgemäßer Anwendung, zur Auswaschung.
  • Möglichst auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten und wenn dann mit nützlingsschonenden Präparaten arbeiten.
  • Wo möglich Nützlinge als Gegenspieler einsetzen.
  • Unterschlupf- und Nistmöglichkeiten für Insekten, Vögel und Säugetiere bereitstellen.
  • Flächen mit Lehm, Sand, Matsch, Kiesel etc. sind ein besonderer Lebensraum. Viele Materialien werden von Insekten und Vögeln zum Bauen verwendet.
  • Kinder lassen sich leicht für die Natur im Garten begeistern, nehmen Sie sich Zeit für Erklärungen. Hier können Kinder verantwortungsvolles Handeln, Wertschätzung und soziales Miteinander lernen.

Es gibt viele Möglichkeiten seinen Garten oder Balkon in ein kleines Naturparadies zu verwandeln, indem sich nicht nur Tiere und Pflanzen, sondern vor allem auch Sie sich rundum wohlfühlen.


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