Startseite Verband-Wohneigentum
Startseite Verband-Wohneigentum
Startseite Verband-Wohneigentum
home
Suche

Nisthilfen für Wildbienen

Nisthilfe
Löcher ins Längsholz gebohrt. Der Abstand einiger Löcher könnte etwas größer sein. Sonst alles gut. © Dahlmann / Verband Wohneigentum

Wildbiene am Nistholz
Wildbiene am Nistholz © Görlitz / Verband Wohneigentum

Baumstumpf
In der Natur nisten Bienen oft in alten Käferfraßgängen, die sich im Längsholz befinden. © Dahlmann / Verband Wohneigentum

Was wären Gärten und Obstanlagen ohne die Bienen? Bienen gehören zu den wichtigsten Nutztieren der Menschheit, denn Sie bestäuben unser Obst und viele andere Pflanzen. Mit dem Begriff „Bienen“ verbinden die meisten Menschen die sozial lebenden Honigbienen. Diese sind aber nur eine von weltweit mehr als 17.000 bisher (!) nachgewiesenen Bienenarten. Allein in Deutschland leben etwa 560 Arten. Noch. Denn das Bienensterben greift um sich. Zeit, etwas für die Bienen im Garten zu tun.

Für die geschützten Wildbienenarten, die ihre Brutzellen in vorhandene Hohlräume anlegen, lassen sich leicht Nistmöglichkeiten bereitstellen. Der eigene Garten wird so um viele nützliche Helfer bereichert.

Material:

  • Holzarten: unbehandeltes, abgelagertes (ca. 1 bis 2 Jahre), entrindetes Hartholz (Ahorn, Akazie, Birke, Esche, Obstbaumarten ...). Buchenholz neigt bei Feuchtigkeit zum Aufreißen. Nadelhölzer sind ungeeignet.
  • Form: jede Größe und Form ist möglich.
Was tun?
  1. Bohren Sie Löcher in das Holz: Da es viele verschiedene Wildbienenarten gibt, muss der Durchmesser 2 mm bis 9 mm betragen. Lochtiefe von 5 - 10 cm - diese entspricht etwa den Standard-Bohrer-Längen. Benutzen Sie hochwertig gehärtete, scharfe Bohrer mit Senkspitze! Beim Bohren muss man darauf achten, dass es nicht zur Rauchentwicklung kommt! Das Holz nicht durchbohren, es darf nur einer Seite offen sein!
    Hinweis: Nur in das Längsholz bohren! Nicht in das Stirnholz (siehe Bild)!

  2. Glätten: Nach dem Bohren die Lochränder mit Schmiergelpapier (Schleifpapier) oder einem Exzenterschleifer glätten. Diese Arbeit ist wichtig, damit die Bienen die Löcher annehmen und sich nicht verletzen. 

  3. Löcher reinigen: Klopfen Sie das Holzstück, um das Bohrmehl gründlich zu entfernen! Auch das Aussaugen mit einem Staubsauger ist hilfreich. Durch Ausblasen z.B. mit einem Luftdruckgerät ist die Reinigung am Effektivsten!

Wohin?

Platzieren Sie die Nisthilfe windgeschützt und sonnig mit Ausrichtung Süd-Ost bis Süd-West . An Haus- und Schuppenwänden ist sie durch Dachvorsprünge geschützt. Lochgänge müssen waagerecht liegen und für die Tiere frei zugänglich sein.
Hinweis: Es ist ratsam, die Nisthilfe durch ein kleines Brett (Regendach) zu schützen. Die Nisthölzer müssen das ganze Jahr am gleichen Standort und im Freien bleiben.

Alternativen

  • Auch hohle, gebündelte Pflanzenstängel (Schilfhalme, Baumbusstängel, Langstroh) eignen sich als Nisthilfe für Bienen und andere Insekten. Hinweis: Bringen Sie auch diese waagerecht an.

  • Einzeln aufgehängt sind auch Brombeer- und Himbeerruten oder Holunderstängel ein gutes Zuhause für manche Biene, die markhaltige Stängel als Unterschlupf nutzt. Wichtig: diese sollten senkrecht angebracht werden!

    Philippe Dahlmann und Sven Görlitz

Seite weiter empfehlen
 «    »   Übersicht