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Schnitt der Himbeeren

Himbeeren Pb CC0 Bild 1
© pixabay_CC0

Hmmm… das ist lecker. Vom Strauch direkt in den Mund. Himbeeren sind ein prima Naschobst, das nicht viel Arbeit macht. Auch selbst gemachte Himbeermarmelade ist unschlagbar. Doch wann müssen Himbeeren eigentlich geschnitten werden? Direkt nach der Ernte? Im Herbst? Gar nicht? Gartenberater Martin Breidbach mit Tipps.

Bei Himbeeren unterscheidet man zwischen sommertragenden Sorten (z.B. ‚Rubaca‘ und ‚Meeker‘) und herbsttragenden Sorten (z.B. ‚Autumn Bliss‘ und ‚Polka‘).

Sommerhimbeeren bilden die Früchte am zweijährigen Holz. Das bedeutet, dass im ersten Jahr die Ruten wachsen, und dabei auch die Blütenanlagen gebildet werden. Im 2. Standjahr erscheinen dann an den Ruten die Blüten und in der Folge die Früchte. In jedem Jahr wachsen gleichzeitig auch wieder neue Ruten, die dann im nächsten Jahr wieder tragen.

Herbsthimbeeren hingegen tragen am einjährigen Holz, das heißt Ruten, Blüten und Früchte bilden sich innerhalb einer Vegetationsperiode.

Für den Schnitt, wir Gärtner nennen es „Erziehung“, ergibt sich dadurch ein gravierender Unterschied:

Bei den Sommerhimbeeren werden nach der Ernte die abgeernteten Fruchtruten direkt über dem Boden abgeschnitten. Die neu gebildeten Ruten lässt man stehen, allerdings nur 8-10 Stück pro laufenden Meter. Entfernen Sie überzählige und schwache Ruten. Werden die neuen Himbeerruten im Laufe des Sommers zu lang, kann man sie im Herbst auf etwa 2 m einkürzen.

Schneiden Sie die Ruten der Herbsthimbeeren ebenfalls direkt nach der Ernte, spätestens aber im ausgehenden Winter, dicht über dem Boden ab. Auch hier lässt man nur die starken Ruten stehen, auf einem etwa 50 cm breiten Streifen circa 12-15 Stück pro Meter.

Wer die Ruten der Herbsthimbeeren nach der Ernte stehen lässt, kann zwar im darauffolgenden Sommer ein paar Früchte ernten, muss aber auf die Vorteile einer reinen Herbsternte verzichten:

Vorteile der Herbsternte

Für die Herbsthimbeeren ergeben sich nämlich durch die einjährige Erziehung zwei große Vorteile: Zum einen können Rutenkrankheiten, die zum Absterben der Pflanzen führen, nicht überwintern. Zum anderen schafft es der Himbeerkäfer durch die späte Blüte nicht, seine Eier in den Blüten abzulegen. Somit gibt es in den reifen Beerenfrüchten der Herbsthimbeeren generell auch keine Maden – bei den früh fruchtenden Sommerhimbeeren schon!

Wer auf beide Erntezeiträume nicht verzichten möchte, dem empfehle ich die Anlage von zwei getrennten Beeten: eins mit Sommerhimbeeren und eines mit Herbsthimbeeren. Zusammengepflanzt ergibt sich ein Chaos, dass Sie nur schwer in den Griff bekommen.

Martin Breidbach

Hinweis: Abgeschnittene Ruten sollten aus dem Garten entfernt oder einer Heißrotte zugeführt werden! (Vorbeugende Maßnahme gegen die Rutenkrankheit)


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