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Kultur- und Anzuchtdaten Erdbeere

 

Erdbeeren gehören in Deutschland zu den beliebtesten Früchten. Die aromatischen Beeren werden botanisch als Sammelnussfrüchte bezeichnet. Mehr als 1000 verschiedene Erdbeer-Sorten werden weltweit angebaut.

  • Bot. Name: Fragaria x ananassa
  • Familie: Rosaceae (Rosengewächse)
  • Herkunft: In Europa und Asien sind Wald-Erdbeeren (F. vesca), Moschus-Erdbeeren (F. moschata) und Knack-Erdbeeren (F.viridis) heimisch. Unsere Kulturerdbeeren entstanden durch Kreuzung der nordamerikanischen Scharlach-Erdbeere (F. virginiana) mit der großfruchtigen Anden- oder Chile-Erdbeere (F. chiloensis). Im Handel sind einmal und mehrmals tragende Sorten mit unterschiedlichen Reifezeiten erhältlich.
  • Wuchs: Je nach Sorte erreichen die Stauden eine Wuchshöhe bis ca. 30cm. Die Blätter sind in einer grundständigen Rosette angeordnet. Die oberirdischen Ausläufer entwickeln sich zu Tochterpflanzen.
  • Standort: sonnig bis leicht halbschattig.
  • Boden: lockere, tiefgründige, humusreiche Gartenböden; pH-Wert 5,2 bis 6,8.
  • Erdbeerpflanzen: Erdbeerjungpflanzen werden als „wurzelnackte“ Grünpflanzen, Topfpflanzen und Frigopflanzen angeboten.
    Grünpflanzen stehen ab Mitte / Ende Juli zur Verfügung. Sie werden in Kunststoffbeuteln vermarktet und müssen umgehend gepflanzt werden.
    Topfpflanzen sind bereits ab April erhältlich (überwinterte Pflanzen) und werden darüber hinaus auch im Juli (frisch bewurzelte Pflanzen) angeboten.
    Frigopflanzen sind Grünpflanzen, die erst im Spätherbst gerodet werden. Nach dem Entblättern werden sie bei -2°C tiefgekühlt gelagert. Die Pflanzung erfolgt wurzelnackt im nächsten Mai / Juni. Der im gleichen Jahr einsetzende Ertrag erreicht die gleiche Höhe wie bei den im Juli des Vorjahres gesetzten Grünpflanzen. Frigopflanzen werden in erster Linie für den Erwerbsanbauer angeboten.
  • Pflanzabstand: Bei mehrjähriger Kultur 30 bis 40cm x 40 bis 50cm; bei einjähriger Kulturführung 25 bis 30cm x 40cm.
  • Pflanztiefe: Erdbeerpflanzen dürfen nur so tief gesetzt werden, dass das Herz noch aus der Erde herausragt, die Wurzeln aber vollständig im Boden sind. Eine zu tiefe Pflanzung unterdrückt die Blütenbildung und kann Wurzelkrankheiten fördern. Zu hoch gesetzte Pflanzen sind austrocknungsgefährdet und dazu frostempfindlicher. Die Wurzeln ballenloser Ware müssen gerade und ungekürzt in den Boden kommen.
  • Mulchen / Strohunterlage: Empfehlenswert ist das Einbringen von Stroh nach der Blüte, alternativ eignet sich auch Holzwolle oder Vlies. Dadurch kommen die Früchte nicht direkt mit dem Boden in Kontakt. Sie bleiben trocken und sauber und werden weniger von Krankheiten befallen. Wird das Stroh zu früh ausgebracht, kann es stark vernässen. Zudem sind die Blüten stärker eventuellen Spätfrösten ausgesetzt.
  • Düngung: Kompostgaben, evtl. Hornmehl nach der Ernte bzw. unmittelbar nach der Pflanzung.
  • Bewässerung: Besonders wichtig im Zeitraum von der Blüte bis zur Frucht und im Spätsommer für die Blüten-Induktion.
  • Laubrückschnitt: Bei mehrjähriger Kultur altes Laub ca. Ende Juli abschneiden. Rückschnitt über dem Herz der Pflanzen. Bei engen Pflanzenbeständen und Pilzbefall auch im Frühjahr vor dem Austrieb das Vorjahres-Laub entfernen. Nach der Ernte regelmäßig Ausläufer entfernen.
  • Pflanzenschutz: Probleme durch Fruchtfäulen, Grauschimmel sowie verschiedene Wurzel- und Welkekrankheiten. Anbau widerstandsfähiger Neuzüchtungen besonders wichtig! Empfehlenswerte Sorten (in der Reihenfolge der Reifezeit): „Honeoye“, „Elvira“, „Korona“, „Elsanta“, „Pandora“.

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