Startseite Verband-Wohneigentum
Startseite Verband-Wohneigentum
Startseite Verband-Wohneigentum
home
Suche

Ziersträucher schneiden – Wie und Wann

kolkwitzia-2181684 1920 pixabay CC0 Bild1
Winterschneeball
© pixabay

Der regelmäßige Schnitt erhält viele unserer Ziergehölze vital und blühwillig. Er ist insbesondere für Ziersträucher und Beerenobstgehölze wichtig. Der Gehölzschnitt ist bei den meisten Sträuchern ganzjährig möglich. Doch die besten Resultate erzielt man, wenn der Blütezeitpunkt der Gehölze beachtet wird.

Schnitt der frühblühenden Ziersträucher

Bei diesen Sträuchern sind die Blütenknospen an den Trieben zu finden, die im Vorjahr gebildet (einjähriges Holz) wurden.

  • Sie werden grundsätzlich nach der Blüte geschnitten.
  • Alte, starkverzweigte und zu eng stehende Triebe sind basisnah zu entfernen. So werden die Sträucher gezwungen, sich mit kräftigen und blütenknospenreichen Trieben aus der Basis zu erneuern.
  • Dieser Schnitt sollte mindestens alle zwei Jahre erfolgen.
  • Bei regelmäßig durchgeführtem Schnitt bleibt der natürliche Habitus der Gehölze erhalten.
  • Gehölzbeispiele: Forsythie, Haselnuss, Kolkwitzie, Liebesperlenstrauch, Kätzchenweiden, Mandelbäumchen, Ranunkelstrauch, Scheinquitten, Zierapfel, Zierkirsche, Spiersträucher, Weigelie usw.

Hinweis: Bereits verwilderte oder vergreiste Gehölze können meistens durch „auf Stock setzen“ regeneriert werden.

Schnitt der sommerblühenden Ziersträucher

Bei sommerblühenden Sträuchern entstehen die Blütenknospen bereits am wachsenden Zweig (diesjähriges Holz). Diese Gehölzarten bilden nach einem starken Rückschnitt kräftige Triebe mit zahlreichen Blütenansätzen.

  • Der Rückschnitt muss vor dem Austrieb erfolgen.
  • Wie stark der Schnitteingriff erfolgen kann, ist abhängig von der Pflanzenart.
  • Je stärker wachsend die Art, desto weniger stark sollte geschnitten werden.
  • Je schwächer wachsend, desto stärker muss der Rückschnitt erfolgen.
  • Gehölzbeispiele: Beet-, Bodendecker- und Edelrosen, Ball- und Rispenhortensie, Sommerflieder, Besenheide, Lavendel, Bartblume, Fingerstrauch, Johanniskraut, Hibiscus, Schneeheide, sommerblühende Spiersträucher, „Sieben-Söhne-des-Himmels“-Strauch usw.

Wichtiger Hinweis: Bei regelmäßigem Rückschnitt der Gehölze müssen von Zeit zu Zeit auch die alten, dicken Triebe und Triebstücke aus den Pflanzen entfernt werden. Besenheide, Schneeheide, Lavendel, Rosmarin, Ginster u. ä. niemals bis in kahle Triebbereiche zurückschneiden, da sie dann nicht mehr austreiben!

Verjüngungs-Schnitt der Ziersträucher („auf Stock setzen“)

Verwilderte, alte Ziersträucher (auch Beerenobstgehölze) können im Frühjahr durch einen radikalen Schnitt regeneriert werden. Man spricht dann vom „auf Stock setzen“.

  • Diese Maßnahme sollte bei Vogelschutzgehölzen aber vor dem 1. März beendet sein.
  • Dabei werden alte, dicke Triebe komplett aus den Pflanzen entfernt. Es ist darauf zu achten, dass dies so tief wie möglich erfolgen muss.
  • Die verbleibenden Triebe sind in unterschiedlicher Höhe zwischen 40 und 60 cm einzukürzen.
  • Basisnahe Jungtriebe werden nicht entfernt oder zurückgeschnitten.

Gut vertragen wird der Verjüngungs-Schnitt („auf Stock setzen“):

  • Von beinahe allen Sträucher mit einem basisbetontem Wuchs z.B. Berberitze, Deutzie, Flieder, Haselnuss, Ranunkelstrauch, Pfeifenstrauch, Spindelstrauch, Weidenarten.
  • Von vielen immergrünen Laubgehölzen wie Buchsbaum, Kirschlorbeer, Rhododendron, Liguster.
  • Wenn erforderlich auch von: Eibe, Feldahorn, Hainbuche, Mahonie.

Nicht vertragen wird der Verjüngungs-Schnitt („auf Stock setzen“):

  • Von den meisten Nadelgehölzen.
  • Goldregen, Zieräpfeln, Ginster, Seidelbast, Besenheide, Schneeheide, Lavendel, Rosmarin, Säckelblume u. ä.

Gehölze , die keine Schnittmaßnahmen vertragen:

Viele Gehölze sollten grundsätzlich nicht geschnitten werden. Teilweise wegen der schlechten Wundheilung dieser Pflanzen oder weil durch den Schnitt die malerische Wuchsform zerstört wird.

Gehölzbeispiele: Magnolien, Zaubernuss, Blumenhartriegel, Eisenholzbaum, Amberbaum, Goldregen, Japanische Fächer- und Schlitzahorne, Judasbaum, Katsurabaum, Samthortensie, Scheinbuche, Strauchpfingstrosen, Stechpalme, Scheinhasel, Seidelbast, Immergrüner Schneeball, u. a.


Seite weiter empfehlen
 «    »   Übersicht