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Gewusst wie: Tipps zum Kompostieren

Das gehört in den Kompost Gö Bild1
Das gehört in den Kompost
© Verband Wohneigentum / Görlitz

Kompostplatz

Der Kompostplatz sollte gut gewählt werden. Optimal sind:

  • ein windgeschützter Platz im Schatten oder Halbschatten,
  • mit genügend Raum zum Arbeiten drumherum,
  • ein durchlässiger Untergrund,
  • kompostieren Sie immer an derselben Stelle.

Worin wird kompostiert?

Für die meisten Gärten eignet sich ein Komposthaufen mit einer Umrandung aus Holz oder einem Metallgitter, eine sogenannte Rottebox. Diese kann gekauft oder selbst gebaut werden. Ist wenig Platz vorhanden, sind Komposttonnen eine gute Wahl und soll die Rotte beschleunigt werden, kommen Thermokomposter zum Einsatz. Sie sind mit einer wärmedämmenden Ummantelung ausgestattet, die dafür sorgt, dass die Temperatur möglichst gut gespeichert wird. So wird die Verrottung des Inhaltes beschleunigt.

Des Weiteren gibt es Komposttrommeln, in denen das Material durch Drehen immer wieder vermischt wird. In einem großen Garten mit viel anfallendem Grünmaterial kann auch einfach in Mieten ohne Randbegrenzung kompostiert werden.

Was ist besonders wichtig?

Ganz gleich in welchem System kompostiert wird: Wichtig sind immer eine gute Mischung des Pflanzenmaterials, eine gute Durchlüftung, nicht zu viel Feuchtigkeit, aber auch keine Austrocknung des Materials.

Was kompostieren?

Was alles auf den Kompost kann, hängt auch von der Art der Kompostierung ab. Samentragende Wildkräuter und Pflanzenreste mit Pilzerkrankungen dürfen nur dann auf den Kompost, wenn eine Heißrotte stattfindet, welche diese zerstört.

Gute Kompostmaterialien:

  • jegliche Pflanzenreste aus dem Garten. Grobe Materialien sollten mit dem Häcksler zerkleinert werden.
  • Organische Abfälle aus dem Haushalt wie Obst- und Gemüseschalen, Salatreste, Zitrusfrüchte nur in kleinen Mengen, Kaffeesatz, kleine Mengen Haushaltspapier.

Nicht geeignet für den Kompost:

  • Asche (erhöht die Schwermetallbelastung)
  • Straßenkehricht
  • Inhalt von Staubsaugerbeuteln
  • Speisereste
  • andere, nichtorganische Fremdstoffe
  • kranke Pflanzenteile (z.B. Kohlhernie)
  • samentragende Wildpflanzen (nur bei Heißrotte).


Eine Frage der Mischung

Das C/N Verhältnis.

Das Wichtigste bei der Zusammensetzung des Komposts ist das richtige Verhältnis von Kohlenstoff (C) zu Stickstoff (N).

  • Mikroorganismen benötigen ca. 30 Teile Kohlenstoff zur Energiegewinnung, um 1 Teil Stickstoff in körpereigenes Eiweiß umzubauen.
  • Bei einem weiten C/N-Verhältnis verlangsamt sich die Rotte und es entsteht ein nährstoffarmer Kompost.
  • Beim Mulchen von Beeten und beim Aufbau des Komposts sollte man auf ein ausgewogenes C/N-Verhältnis achten.
  • Für eine gute Rotte sollte in der Mischung das C/N-Verhältnis der Materialen bei ca. 20/30 C zu 1 N liegen.

Das C/N-Verhältnis einiger Kompostmaterialien:

C

N

Grünmasse (frische  Gartenabfälle)

5-15

1

Rasenschnitt

10-15

1

Kot von Nutztieren

10-15

1

Rückstände von  Hülsenfrüchten und

Gründüngungspflanzen  (Stickstoffsammler)

10-20

1

Küchenabfälle

20-25

1

Baumlaub

30-50

1

Getreidestroh

50-150

1

Sägemehl

250-500

1

Eine gute Mischung wäre z.B. Rasenschnitt mit Laub/Strauchhäcksel. Sägemehl sollte nach Möglichkeit gar nicht kompostiert werden, da es die Rotte stark verlangsamt.

Tipp:

Sind die Kompostmaterialien eher stickstoffarm kann mit der Zugabe von Stickstoff in Form von Hornmehl, Schafwolle oder Brennnesseljauche die Rotte beschleunigt werden. Auch Haarschnitt und Daunenfüllungen von alten Kissen sind stickstoffhaltig und können kompostiert werden.

Sven Görlitz




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