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Alles müde oder was?

Bodenmüdigkeit und Nachbauschwierigkeiten

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Regelmäßig gegossen, viel Licht, ausreichend Wärme und dennoch wächst es nicht so richtig? © pixabay

Sind Sie mit ihrem Gärtnerlatein am Ende? Ausreichend Licht, Wärme, Wasser und Nährstoffe im Boden. Und dennoch wachsen die Pflanzen im Garten einfach nicht gut? Haben Sie schon mal von Bodenmüdigkeit oder Nachbauschwierigkeiten gehört? Hier unsere Tipps, was sich dagegen machen lässt.

Die Ursache für ein schlechtes Wachstum der Pflanzen kann eine verminderte Fruchtbarkeit des Bodens sein, die sogenannte Bodenmüdigkeit. Kennt man die Ursachen (z.B. der wiederholte Anbau gleicher Pflanzengattungen oder Pflanzen, die der gleichen Pflanzenfamilie angehören), so spricht man von Nachbauschwierigkeiten.

In beiden Fällen kann der Zustand soweit gehen, dass Kulturpflanzen und Wildkräuter regelrechten Kümmerwuchs zeigen. Bodenmüdigkeit und Nachbauschwierigkeiten werden meistens durch mehrere Faktoren verursacht. Besonders bei Pflanzen der Familie Rosaceae (Rosengewächse) und Cruciferae (Kreuzblütler) treten solche Wachstumshemmungen häufig auf.

Wichtige Ursachen

  • enge Fruchtfolgen
  • Nährstoffmangel (einseitige Verarmung des Bodens an Haupt- oder Spurennährstoffen)
  • Bodenverdichtungen
  • Giftstoffe (besonders Phenole)
  • Schadorganismen (Nematoden, Pilze, Strahlenpilze, Bakterien)
  • Anreicherung von Herbizidrückständen oder anderen Pestiziden
  • Anhäufung schädlicher pflanzlicher Stoffwechselprodukte

WAS TUN?

Mechanische und anorganische Maßnahmen

  • Bodenaustausch
  • Holländern, Rigolen zur Beseitigung von Verdichtungen oder Pflugsohlen
  • Sanden zur Erhöhung der Wasserdurchlässigkeit
  • Einbringen von Tonmineralen zur Erhöhung der Wasserhaltefähigkeit
  • Kalken zur Förderung der Krümelung des Bodens; pH-Wert-Erhöhung
  • gezielte Düngung nach einer Bodenuntersuchung 

Biologische Maßnahmen:

  • Zeitlich nicht zu enge Fruchtfolgen (Abwechselung in Pflanzenfamilien-Zugehörigkeit beachten!)
  • Einbringen organischer Substanzen (Kompost, Rindenhumus u.s.w.)
  • Belassen der Ernterückstände auf der Kulturfläche
  • Mulchen mit organischen Materialien (Rasenschnitt, Laub- und Strauchhäcksel)
  • Anbau von Gründüngungspflanzen (Mischung aus flach- und tiefwurzelnden Arten)

    Anna Florenske

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