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Der pH - Wert des Bodens

Naehrstoffverfuegbarkeit
Nährstoffverfügbarkeit bei unterschiedlichen pH-Werten

Die im Bodenwasser vorkommenden Säuren, Basen und Nährstoffe liegen als Ionen vor. Das heißt sie sind positiv oder negativ geladen. Bei Säuren überwiegen die positiv geladenen H+-Ionen, bei Basen die negativ geladenen OH--Ionen. Wenn sich im Bodenwasser gleichviel H+-Ionen wie OH--Ionen befinden, ist die Bodenreaktion neutral. Überwiegen die H+-Ionen, ist die Bodenreaktion sauer, sind die OH--Ionen in der Mehrzahl, handelt es sich um eine alkalische oder basische Reaktion. Der pH-Wert (p = potentia – Kraft; H = Hydrogenii - Wasserstoff) ist die Maßzahl für die Bodenreaktion, wobei die Zahlen der pH-Wert-Skala einen logarithmischen Wert darstellen. So sagt die Zahl eines pH-Wertes etwas über die Menge gelöster H+-Ionen in g/l Bodenlösung aus, wobei die Menge der H+-Ionen von einer Stufe zur nächsthöheren Stufe um das 10-fache verringert ist. Zum Beispiel enthält ein Boden bei pH 5 1/100.000 g H+-Ionen pro Liter Bodenlösung, während er bei pH 6 nur noch 1/1.000.000 g H+-Ionen pro Liter enthält. Darum benötigt man bei einer Kalkung zur Anhebung des pH-Wertes um eine Stufe, von pH-Wertstufe zu pH-Wertstufe weniger Kalk.

  • Der pH–Wert hat einen sehr großen Einfluss auf die Verfügbarkeit von Nährstoffen und die Aktivität des Bodenlebens.
  • Liegt der pH–Wert in einem ungünstigen Bereich, kann es sein, dass Nährstoffe von den Pflanzen nicht aufgenommen werden können, auch wenn im Boden reichlich Nährstoffe vorhanden sind.
  • Ein hoher pH-Wert fördert im Allgemeinen das Bodenleben. Das klingt zunächst positiv. Das Bodenleben ernährt sich jedoch von organischem Material (Humus). Die Schaffung eines günstigen Milieus für Bodenorganismen kann aber so weit führen, dass zu viel Humus abgebaut wird.
  • Eine pH-Wert-Anhebung durch die Verwendung von Kalk hat kurzfristig einen positiven Effekt. Das Bodenleben wird aktiviert, Humus abgebaut, Nährstoffe aus dem Humus werden freigesetzt und die Pflanzen wachsen gut. Wenn das organische Material aufgezehrt ist, versiegt der positive Effekt. Es werden keine Nährstoffe mehr freigesetzt, und die Struktur des Bodens verschlechtert sich. Nun versteht man auch die Bedeutung des Begriffes „Düngekalk“. Aber auch die Bauernregel: „Kalk macht reiche Väter und arme Söhne“ ist zutreffend.
  • Ein optimaler pH–Wert ermöglicht Pflanzen eine optimale Nährstoffaufnahme und fördert oder hemmt das Bodenleben so, dass der Humus als langfristige Nährstoffquelle erhalten bleibt.
  • Der optimale pH-Bereich liegt bei Sandböden zwischen 5 und 6, bei schweren Böden zwischen 6 und 7.

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