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Gründüngung

Lupinus
Die Lupine, eine "stickstoffsammelnde" Gründüngungspflanze.

Die Idee, spezielle Gründüngungspflanzen zur Pflege des Bodens auszusäen, stammt aus dem Ackerbau. Aber auch im Nutzgarten sind Gründüngungspflanzen heute ein fester Bestandteil der Kulturfolge. Im Ziergarten sollten sie als Bodenvorbereiter und -verbesserer Verwendung finden. Es gibt für jeden Zweck und für jeden Boden eine geeignete Gründüngungspflanze. Die Vorteile der Gründüngung sind vielfältig:

  • Reduzierte Nährstoffauswaschung: Besonders im Winter können Nährstoffe wie Stickstoff, Kalium und Magnesium, leicht aus dem Boden ausgewaschen werden. Durch Aussaat einer Gründüngung werden diese Nährstoffe in der Pflanzensubstanz gebunden und nach Einarbeitung dem Boden wieder zugeführt. Tiefwurzelnde Gründüngungspflanzen „recyceln“ die bereits in die unteren Bodenschichten versickerten Nährstoffe.
  • Bodenauflockerung: Sonnenblumen, Ölrettich und Lupinen haben sehr tief reichende Wurzeln und sind in der Lage, tiefe Bodenschichten aufzulockern, zu durchlüften und somit die Bedingungen für die folgende Kultur zu verbessern.
  • Wirkung gegen Nematoden: Nematoden sind winzige Fadenwürmer, die an Wurzeln saugen oder auch Wurzelgallen bilden. Sie können zum Absterben Wurzelspitzen führen können. Durch die zugefügten Wunden schaffen Nematoden Eintrittspforten für Pilze und Bakterien und können gleichzeitig Krankheitserreger, vor allem Viren, direkt übertragen.
  • Stickstoffbindung: Stickstoff ist ein Hauptnährstoff, der in der mineralischen Substanz des Bodens nicht vorkommt. So genannte Knöllchenbakterien, die in Symbiose mit Pflanzen aus der Familie der Leguminosen leben, können den Stickstoffgehalt des Bodens erheblich erhöhen.
  • Bodenbeschattung: Durch die Schattenwirkung einer Gründüngung entsteht ein ausgeglichener Temperatur- und Wasserhaushalt im Boden. Die Regentropfen werden gebremst und die Feuchtigkeit sanft in den Boden geleitet.
  • Erosionsschutz: Besonders in Hanglagen kann wertvoller Mutterboden leicht fortgeschwemmt werden. Die Wurzeln von Gründüngungspflanzen halten die Bodenpartikel fest umschlossen und schützten so den Boden.
  • Anregung des Bodenlebens und Erhaltung des Humusgehaltes: Durch die Einarbeitung der Gründüngung wird der Gehalt an organischer Substanz im Boden erhöht. Die organische Substanz dient der Ernährung und Förderung des Bodenlebens. Das Bodenleben verbessert die Bodenstruktur durch den Aufbau von Humusstoffen und Ton-Humus-Komplexen. Diese sind bei weiterer Zersetzung eine langsam fließende Nährstoffquelle für unsere Kulturpflanzen.
  • Unkraut-Unterdrückung: In einem dicht geschlossenen Pflanzenbestand aus Gründüngungspflanzen können sich Unkräuter nicht entfalten.

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