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Vortreiben im Wintergarten und Kleingewächshaus

 

Das Vortreiben im Kleingewächshaus und Wintergarten ist zwar einfacher als auf der Fensterbank, doch sollten einige wichtige Punkte unbedingt beachtet werden:

  • Mit dem Vortreiben kann in diesen Kulturräumen bereits Mitte / Ende Februar begonnen werden.
  • Bei Pflanzen aus der „Erdloch“ - Überwinterung die Triebe mit lauwarmem Wasser abbrausen. Wurzelballen aufrauhen, lockere alte Erde entfernen und mit frischer, guter Blumenerde neu eintopfen. Viele Pflanzen vertragen auch das Verkleinern des Wurzelballens.
  • Pflanzen, die in Töpfen oder anderen Kulturgefäßen überwintert wurden, austopfen, Wurzelballen aufrauhen, lockere alte Erde entfernen und mit frischer, guter Blumenerde neu eintopfen. Viele Pflanzen vertragen auch das Verkleinern des Wurzelballens.
  • Wasserabzugslöcher müssen beim Eintopfen unbedingt frei von Erde bleiben. Eine Drainschicht aus Kielsteinchen, Blähton oder Tontopfscherben gewährleisten dieses.
  • Gut angießen, Staunässe durch Untersetzer oder Übertöpfe unbedingt vermeiden!
  • Die neuen Kulturgefäße sollten nur eine Nummer größer gewählt werden, als die alten, da sonst im Laufe der Jahre die Gefäße schnell zu groß und zu schwer sind.
  • Beschädigte und trockene Triebe entfernen, dicke und alte Triebe herausschneiden und die restlichen Triebe, der Art entsprechend, kräftig zurückschneiden.
  • Regelmäßig gießen, aber niemals über die Pflanzen!
  • In den ersten 10 bis 14 Tagen nicht düngen. Danach wohldosiert nach Herstellerangaben mit Flüssigdüngern oder Düngestäbchen nachdüngen. Immer nur gute Markendünger verwenden, denn diese haben weniger Begleitsalze, die später zur Versalzung der Erde führen können.
  • Wenn die Blumenerde vor dem Eintopfen mit einem Depotdünger aufgedüngt wurde, erst nach der angegebenen Wirkungszeit mit Flüssigdünger oder Düngestäbchen nachdüngen.
  • Niemals den trockenen Topfballen düngen! Die Erde sollte beim Düngen immer feucht sein, so läuft die Düngerlösung nicht nutzlos zwischen Wurzelballen und Topf in den Untersetzer oder Übertopf. Außerdem werden Salzschäden an den Wurzeln vermieden.
  • Die Temperatur sollte bei etwa 20°C bis 25°C liegen.
  • Taubildung auf Blättern und Trieben durch regelmäßiges Lüften vermeiden.
  • Temperaturführung immer nach der Regel: „Warme Füße – kühler Kopf!“. D.h. die Pflanzen vertragen eine recht niedrige Raumtemperatur bei gleichzeitig "warmen Füßen" besser, als eine optimale Raumtemperatur bei kaltem Topfballen (Unterlegen der Töpfe mit Styroportapete, Zeitung, Pappe o.ä. schafft Abhilfe).
  • Die Nachttemperatur sollte um etwa 5 bis 6°C niedriger sein, als am Tage. So wird dem „Vergeilen“ (schlechte Gewebefestigkeit und lange Blattabstände) entgegengewirkt. Aber auch an „dunklen“, regnerischen Tagen muss die Temperatur abgesenkt werden.
  • Sollten sich die Triebe in der Anfangszeit des Vortreibens trotzdem in die Länge ziehen, so können diese durchaus pinziert (gestutzt) werden.
  • Pflanzen 1x wöchentlich auf Krankheiten und Schädlinge untersuchen.
  • Erst nach den "Eisheiligen" die Pflanzen ins Freiland bringen.
  • Beet-, Balkon- oder Kübelpflanzen sollten vor dem Auspflanzen ins Freie ausreichend abgehärtet sein.
  • Gewöhnen Sie die Pflanzen langsam an die Außenbedingungen (geöffnete Lüftungen über Nacht).
Wenn die Pflanzen ins Freiland gebracht werden, nicht sofort der direkten Sonneneinstrahlung aussetzen. In der ersten Woche immer einen absonnigen, nicht zugigen Standort wählen. (Direkte Sonneneinstrahlung führt bei nicht abgehärteten Pflanzen zum Sonnenbrand an den Blättern, in Extremfällen zur kompletten Zerstörung der Blätter; oft sogar zur Zerstörung der Vegetationspunkte.)

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