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Jungpflanzen für die Überwinterung

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Beispiel: Geranienstecklinge (hier bereits mit Kallusgewebe)

Bei der Überwinterung von Beet-, Balkon- und Kübelpflanzen in der Wohnung ist der Platz oft sehr begrenzt. Die rechtzeitige "Nachzucht" durch Stecklinge kann dieses Problem beheben. Im Sommer kann man von vielen Arten Jungpflanzen durch Stecklinge heranziehen. Diese benötigen bei der Überwinterung wesentlich weniger Stellfläche und sind im Frühjahr meistens wesentlich wuchsfreudiger als überwinterte "Altpflanzen".

  • Vermehrungszeit Juli / August
  • Ein sauberes Pflanzgefäß mit einer guten Anzuchterde (oder Torf-Sandgemisch 1:1) füllen und so lange gießen, bis das Substrat gut feucht ist.
  • Schneiden Sie das Stecklingsmaterial an wüchsigen und blühwilligen Pflanzen. Diese sollten außerdem gesund und schädlingsfrei sein.
  • Die Triebe, die den Pflanzen entnommen werden, müssen krautig, aber fest sein. (Wenn Sie nicht sicher sind, legen Sie das Stecklingsrohmaterial für ca. 2 h an einen dunklen kühlen Ort. Die Pflanzenteile, die nach dieser Zeit welk sind, werden beim Schneiden der Stecklinge nicht verwendet!)
  • Stecklinge sollten immer so kurz wie möglich sein. 4 Blattknotenpunkte (bzw. Blattpaare) reichen völlig aus.
  • Die geschnittenen Stecklinge werden so tief in die Erde gesteckt, dass sich 2 Blattknotenpunkte in und 2 Blattknotenpunkte über der Erde befinden.
  • Nun werden Abstandshalter (Schaschlikspieße, Bambussplitt oder –stöckchen) in die Erde gesteckt, eine klare Plastikhaube (Gefrierbeutel) darüber gezogen und dicht verschlossen. (Gewächshauseffekt!)
  • Anschließend hell (nicht sonnig!) und warm stellen. Erdfeuchtigkeit von Zeit zu Zeit kontrollieren. Bei ca. 20 bis 25°C sind die Stecklinge je nach Pflanzenart in ca. 3 bis 4 Wochen bewurzelt.
  • Sobald die Stecklinge beginnen auszutreiben, werden sie eingetopft, regelmäßig gegossen und nur ganz leicht gedüngt.
  • Ab Mitte Oktober nicht mehr düngen und weniger gießen. Die Austriebe auf ca. 2 bis 3 Blätter einkürzen.
  • Pflanzen ab November in einen hellen kühlen Raum bringen (etwas unter 10°C) und nur noch spärlich gießen. Töpfe nie direkt auf die Fensterbank setzen, da diese immer kälter ist als die Raumluft. Zeitungspapier, Pappe, Styroportapete oder ähnliche Materialien helfen Kältebrücken zu vermeiden.
Ab etwa Anfang März können die Pflanzen umgetopft, zurückgeschnitten und wie gewohnt vorgetrieben werden.

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