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Obstgarten

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Noch am Baum hängende Früchte überstehen leichte Fröste. Ernten Sie diese aber erst, nachdem sie vollständig aufgetaut sind.
© pixabay

Obstgehölze wie Apfel, Birne, Pflaume, Kirsche, Johannis- und Stachelbeere, die in der ersten Novemberhälfte gepflanzt werden, bilden noch vor dem Winter neue Wurzeln. Sie gewinnen dadurch einen Vorsprung gegenüber der üblichen Frühjahrespflanzung. Einen weiteren Vorteil bietet der Pflanztermin im Herbst auf trockenen Böden, weil die Pflanzen die natürliche Bodenfeuchtigkeit des Winters nutzen können. Das spart Gießwasser im Frühjahr.

Obstgehölze werden so tief gepflanzt, wie sie in der Baumschule bzw. im Container standen. Nur Johannis- und Stachelbeersträucher können etwas tiefer gesetzt werden.

Durch geschickte Arten- und Sortenwahl ist eine lückenlose Frischversorgung mit Obst von Mai bis Dezember auch in kleineren Gärten möglich. Das Ernten beginnt mit Rhabarber und setzt sich mit Erd-, Johannis-, Stachel-, Brom- und herbsttragenden Himbeeren fort. Nicht zu vergessen ist leckeres Steinobst. Die Versorgungskette beenden eingelagerte Äpfel und Birnen.

Vom Frost überrascht: Noch nicht geerntete Äpfel, Birnen und Quitten überstehen den ersten Frost schadlos, wenn sie erst nach dem vollständigen Auftauen gepflückt werden.

Die Früchte von Beeren-Kiwi (Actinidia arguta) sind reif, sobald sie weich werden. Bei einigen Sorten und in kühleren Lagen kann das bis November dauern. Früchte, die Frost bekommen haben, werden glasig und müssen dann rasch verarbeitet werden. Die ersten Nachtfröste lassen sich mit Gartenvlies, das über die Kiwi-Ranken gehängt wird, abwehren.

Die meisten Sorten der großfrüchtigen Kiwis (Actinidia deliciosa und A. chinensis) werden erst Anfang bis Mitte November nach dem ersten Frost geerntet. Erst im Lager werden die Früchte weich und essreif.

Nach dem Laubfall sind einige Pilzkrankheiten besonders deutlich zu erkennen: Die zu Mumien eingetrockneten Früchte sind Sporenträger der Monilia-Fruchtfäule. Entsorgen Sie alle Fruchtmumien, auch die, die auf dem Boden liegen.

Eingesunkene Rinde an den Zweigen bei gleichzeitiger rot bis dunkelbrauner Verfärbung deuten auf den Befall von Obstbaumkrebs hin. Bei fortschreitender Krankheit bilden sich Geschwulste rund um den Befallsherd. Befallene Zweige und Äste bei trockener Witterung bis 30 cm ins gesunde Holz zurückschneiden. Krebsstellen am Stamm müssen ausgefräst  und mit Wundverschlussmittel behandelt werden.

Der Apfelmehltau überwintert in den Blatt- und Blütenknospen. An den Trieben erkrankter Apfelbäumen sind jetzt die abstehenden und gespreizten Knospenschuppen sichtbar. Werden die erkrankten Triebe im Winter nicht entfernt, startet von hier aus die Infektion des neuen Austriebs.

Mini-Obstgehölze in Pflanzgefäßen sind nicht winterfest. Damit es nicht zu Schäden durch Austrocknung und Kälte kommt, muss der Wurzelbereich rundum geschützt und ganz gelegentlich gegossen werden. Zur Isolation eignen sich Matten aus Kokosfasern oder Luftpolsterfolie, die um die Gefäße gewickelt werden. Damit auch der Boden geschützt ist, können Sie die Kübelpflanze auf eine Styroporplatte stellen. Bewährt hat sich auch das Einbetten in einen mit Falllaub gefüllten Maurerkübel.

Und stellen Sie das zu überwinternde Gehölz an einen geschützten Ort, bspw. neben der Hauswand, auf.

Wolfgang Roth


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