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Gemüsegarten

Gewächshaus garden-200737 pixabay CC0 Bild1
März: Start in die Gemüsesaison!
© pixabay

Tipps für eine erfolgreiche Gemüsekultur:

Reservieren Sie für die Gemüsebeete das sonnigste Stück des Gartens. Neben der Standortwahl ist auch die sorgfältige Bodenbearbeitung sehr wichtig. Die Erde soll tiefgründig gelockert und die obersten 5 cm von fein-krümeliger Struktur sein.

Notwendig ist eine ausreichende Humusversorgung, die langfristig durch Fruchtwechsel mit Gründünger oder durchs Untergraben von Stalldung erreicht wird. Direkt vor oder während der Kultur sorgt eine Gabe von 3 l Komposterde pro Quadratmeter Beet für eine sofort wirksame Humusversorgung.

Wählen Sie nur Sorten, die für den gewünschten Aussaat- oder Pflanztermin geeignet sind. Sie sollten außerdem robust und widerstandsfähig gegen Pflanzenkrankheiten sein.

Und wenn Sie abschließend das frisch bestellte Beet mit einem Gemüsevlies zum Schutz vor Kälte, Platzregen und Schädlingen bedecken, dürfte mindestens der Start in die Gemüsesaison gelungen sein.

In milden Klimaregionen können bereits etliche Gemüsearten ins Freie gesät werden. Aber Vorsicht, Sämlinge und junge Pflanzen sind empfindlich! Sie vertragen einen späteren Starttermin besser als den risikoreichen Frühstart.

Für eine frühe Aussaat sind Dicke Bohnen, Erdbeerspinat, Küchenzwiebel, Mairübe, Möhre, Pastinake, Pflücksalat, Radies, Rote Bete, Schalerbse, Schwarzwurzel und Spinat geeignet. Auch das Aussäen einiger Küchenkräuter wie Gartenkresse, Kerbel, Pimpinelle, Petersilie und Schnittknoblauch ist möglich.

Ende des Monats beginnt die Pflanzzeit für Blumen- und Spitzkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Kopfsalat und Wirsing sowie für Steckzwiebel und Knoblauch.

Beachten Sie, dass für diesen frühen Aussaat- und Pflanztermin nur spezielle Sorten geeignet sind. Und bedecken Sie die frisch bestellten Beete zum Schutz vor Frost, Schlagregen und hungrigen Tieren mit Gemüsevlies.

Ab Anfang des Monats kann die Anzucht von Auberginen, Gewächshausgurken, Paprika und Tomaten beginnen. Die Samen benötigen zum Keimen 20 bis 22 °C. Auch die heranwachsenden Pflänzchen mögen kuschelige Temperaturen von tags 18 bis 20 °C und nachts 15 °C. Schon die Keimlinge benötigen viel Licht und beanspruchen den hellsten Platz am Fenster – allerdings ohne direktes Sonnenlicht.

Die vorgenannten Gemüsearten wollen alle kräftig wachsen und sich zu großen Pflanzen entwickeln. Sie brauchen deshalb viele Nährstoffe und ausreichend Platz für die Wurzeln. Ein weiteres Umtopfen in nahrhaftes Substrat und in größere Töpfe wird kaum zu vermeiden sein.

Grundlage für eine reiche Kartoffelernte sind gesunde Saatkartoffeln, am besten aus zertifiziertem Anbau. Wer zeitig ernten möchte, braucht eine entsprechend frühe Sorte und sollte die Pflanzkartoffeln vier Wochen vor dem Pflanztermin (in den meisten Regionen Mitte bis Ende April) zum Keimen veranlassen. Am sicherste beenden die Knollen ihre Keimruhe, wenn sie für zwei bis drei Tage bei Zimmertemperatur lagern. Anschließend legen Sie die Saatkartoffeln nebeneinander in flache Kisten und stellen sie an einen hellen Ort bei 10 bis 15 Grad. Es werden sich gedrungene, grüne Keime bilden, die den Kartoffelpflanzen den gewünschten Vorsprung verschaffen.

Gewürzpflanzen mit verholzenden Trieben wie Bergbohnenkraut, Lavendel, Rosmarin, Salbei, Thymian oder Quendel und Ysop werden jedes Jahr stark zurückgeschnitten, damit sie willig austreiben und viele junge Triebe geerntet werden können.

Organisch oder mineralisch düngen?

Grundsätzlich unterscheiden wir bei den Volldüngern organische und mineralische Produkte. Organische Düngemittel brauchen Zeit bevor sie wirken, denn sie müssen durch Mikroorganismen aufgeschlossen (mineralisiert) werden. Das dauert je nach Bodentemperatur etliche Wochen. Die Anwendungszeit sollte daher vor dem Beginn der Vegetation liegen. Organische Volldünger wirken nachhaltig und sind sehr verträglich.

Mineralische Volldünger sind wasserlöslich. Deshalb sind sie sofort pflanzenverfügbar, aber nur bedingt nachhaltig. Wegen ihrer schnellen Wirksamkeit werden sie erst ausgebracht, wenn die Pflanzen wachsen und Nährstoffe aufnehmen können.

Eine spezielle Variante der mineralischen Volldünger sind Depot- oder Langzeitdünger. Auch sie benötigen keine längere Startzeit, geben aber die Nährstoffe kontinuierlich über eine lange Zeitspanne ab. Sie beträgt, je nach Konzeption des Düngemittels, bis zu neun Monate oder sogar noch länger.
Wolfgang Roth


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