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Obst

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Im Erwerbsanbau werden Erdbeeren fast ausschließlich einjährig kultiviert, während sie im Garten zwei bis drei Jahre lang stehen bleiben. Damit der Ertrag auch im nächsten Jahr zufrieden stellt, brauchen die Pflanzen jetzt Pflege. Gleich nach der Ernte werden die Laubblätter etwa 5 cm über dem Boden abgemäht. Dieser starke Eingriff führt zu einem kräftigen Neuaustrieb und kommt einer Erneuerung gleich. Anschließend entfernen Sie die Ranken, das abgemähte Laub sowie Unkraut. Der Boden zwischen den Reihen wird flach gelockert, aber keinesfalls umgegraben. Eine Düngung mit speziellem Beerendünger oder Komposterde fördern das Wachstum zusätzlich.

Wird ein neues Erdbeerbeet angelegt, dann muss die Pause zwischen der alten und neuen Erdbeerpflanzung 4 bis 5 Jahre betragen. Als ungünstige Vorkultur gelten Kartoffeln, Bohnen, Tomaten und umgegrabener Rasen. Sehr zu empfehlen ist die Vorbereitung durch eine Gründünger-Mischung mit Tagetes.

Brombeeren fruchten an den Ruten, die im vorigen Jahr gewachsen sind. Während im Sommer die Früchte reifen, sprießen neue Triebe, die dann im kommenden Jahr die Ernte sichern. Um die Mutterpflanze zu schonen, werden die überschüssigen Schösslinge entfernt und die verbleibenden jungen Ruten aufgebunden. Falls sich Seitentriebe bilden, werden diese auf ein bis zwei Blätter gestutzt.

Sauerkirschbäume werden jedes Jahr gleich nach der Ernte geschnitten, denn nur an den jungen, vitalen Trieben bilden sich große, saftige Früchte. Einen besonders starken Rückschnitt braucht die Sorte `Schattenmorelle`. Hier werden alle abgetragenen Zweige bis kurz vor einem wüchsigen Neutrieb entfernt. Der Neutrieb, an dem sich im Spätsommer Blütenknospen bilden, bleibt unberührt.

Ist die Baumkrone verdichtet und muss saniert werden, dann scheuen Sie sich nicht, auch ganze Äste zu entfernen. Die noch verbleibenden Äste werden um ein Drittel ihrer Länge gekürzt. Danach ist das Aussehen des Baumes gewöhnungsbedürftig, aber der beginnende Neuaustrieb wird die „Wunden“ rasch schließen.

Für alle Obstbäumen gilt, ein Sommerschnitt verringert die Gefahr der Pilzinfektion, weil die Baumkrone durch die bessere Durchlüftung schneller abtrocknet und den Pilzsporen die notwendige Feuchtigkeit zum Keimen fehlt. Auch die Früchte profitieren, denn ein Mehr an Sonne fördert die Ausfärbung und den Geschmack.

Zum Sommerschnitt gehört das Herausschneiden von Zweigen die nach innen wachsen, sich kreuzen oder zu dicht stehen. Ebenfalls werden sogenante Wasserschosse entfernt. So nennt man junge, weiche Triebe, die keine Früchte bringen.
Wolfgang Roth


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