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Gemüse

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Die Röschen beim Rosenkohl werden etwa gleich groß, wenn die Pflanze „geköpft“ wird.
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Herbstgemüse: Brokkoli, Blumenkohl, Kopfkohlarten, Porree (Lauch), Rote Bete, Sellerie und Steckrübe (Kohlrübe) nehmen im September und Oktober stark an Gewicht zu. Deshalb sind Pflegemaßnahmen wie mehrmaliges Hacken, Unkraut jäten und Wässern bei Trockenheit sehr wirkungsvoll. Bis zu 6 Wochen vor der Ernte ist bei schwacher Nährstoffversorgung eine Düngung effektiv. Empfehlenswert ist ein schnell wirkender, mineralischer Volldünger, etwa 40 g „Blaukorn“ je m² Gemüsebeet.

Alle Röschen beim Rosenkohl werden etwa gleich groß, wenn die Pflanze „geköpft“ wird. Der optimale Zeitpunkt ist, wenn die unteren Röschen einen Durchmesser von einem Zentimeter erreicht haben, aber nicht später als Ende September.

Die Gefahr, dass Kohl von gefräßigen Raupen heimgesucht wird, ist nicht gebannt. Noch kleben Kohlweißlinge ihre gelben Eier, aus denen sehr bald hungrige Raupen schlüpfen, auf die Blattunterseite. Damit die Raupen keinen Schaden anrichten, müssen sie abgesammelt und die Eier zerdrückt werden. Besser ist es, wenn die Pflanzen schon zu Kulturbeginn mit Gemüsevlies abgedeckt wird, um einen Befall von vornherein auszuschließen.


Beikräuter jäten

Auch viele Beikräuter haben ihr Wachstum noch längst nicht eingestellt. Oft unterschätzt werden Vogelmiere (Stellaria media) und Franzosen- oder Knopfkraut (Galinsoga spp.). Sie blühen laufend nach und produzieren keimfähige Samen bis in den Oktober. Eine Franzosenkraut-Pflanze entwickelt bis zu 10.000 Samen, die im Boden mehr als 10 Jahre überdauern. Angesichts dieser großen Nachkommenschaft sollten Sie auch im Herbst mit dem Jäten nicht nachlassen.


Aussaaten und Pflanzen

Für einige Aussaaten ist es noch nicht zu spät: Postelein (Claytonia perfoliata) - auch Tellerkraut, Winterportulak oder Kubaspinat genannt - Radies, Salatrauke (Eruca sativa), Asia- sowie Feldsalatsalat. Wer geduldig ist, kann jetzt oder bis Anfang Oktober Spinat aussäen. Mit der Ernte müssen Sie dann bis zum Frühjahr warten. Für diese durchaus reizvolle Kulturzeit sind aber nur spezielle Sorten geeignet.

In milden Lagen bestehen auch für frisch ausgesäte Möhren Chancen, den Winter unter Gemüsevlies zu überstehen.

Bei freundlichem Herbstwetter kann es sich Anfang des Monats noch lohnen, auf freigewordenen Beeten Gründünger zu säen. Letzter Aussaattermin für überwinternde Gründünger wie Winterroggen und Dinkel ist der 15. Oktober.

Für Knoblauch ist sowohl im Frühjahr als auch im Herbst Pflanzzeit. Wenn Sie die einzelnen Zehen im September setzen, können Sie im nächsten Sommer früher oder größere Knollen ernten. Knoblauch mag einen sonnigen Standort und leichtere, nur mäßig gedüngte Böden.


Tomaten trocken halten

Wenn das Laub der Tomaten über eine längere Zeit feucht ist, kann sich die Kraut- und Braunfäule epidemieartig ausbreiten. Halten Sie die Pflanzen trocken und wässern Sie nur den Wurzelbereich. Sorgen Sie im Gewächshaus für Durchzug. Freilandtomaten lassen sich mit einem lichtdurchlässigen Foliendach vor Regen schützen. Damit auch unter Tomatenhauben die Luft schnell trocknet, müssen diese morgens bei trockenem Wetter hochgerollt werden.

Tomaten lassen sich einfach durch selbst geerntete Samen vermehren. Vorausgesetzt, sie stammen von samenfesten Sorten. Nachzuchten von F1–Hybriden sind ungeeignet, weil die Sämlinge unterschiedlich ausfallen und sich von der Mutterpflanze unterscheiden.

Zur Samengewinnung halbieren Sie eine gesunde, vollreife Frucht, entnehmen die Samen und geben sie in ein mit Wasser gefülltes Glas. Nach 2 Tagen hat sich das Fruchtfleisch von den Kernen gelöst und lässt sich in einem Sieb mit Wasser abspülen. Die getrockneten Samen werden dann kühl und dunkel gelagert.
Wolfgang Roth


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