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Obstgarten

Äpfel und Birnen, Kiwis, Brombeeren und Pflanztipps

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Um den Kreislauf von Krankheiten und Schädlingen zu unterbrechen, sollten Sie das Fallobst nach der Ernte restlos auflesen.
© pixabay

Äpfel und Birnen sind empfindlich wie rohe Eier. Damit die Früchte bei der Ernte keine Druckstellen bekommen, sollten sie einzeln mit der ganzen Hand gegriffen und dann am Stiel um 90 Grad abgeknickt werden. Löst sich der Fruchtstiel nicht vom Baum, dann ist die Frucht wahrscheinlich noch unreif. Am schonendsten ist es, wenn Sie mit jeder Hand nur eine Frucht pflücken und direkt in ein Erntegefäß legen.

Manche Druckstelle entsteht unbemerkt durch kräftiges Zupacken mit den Fingerkuppen oder durch den Abdruck eines Fingerringes. Früchte mit Verletzungen, abgerissenen Fruchtstielen oder Druckstellen eignen sich nicht für die Lagerung.

Vor Mäusen sicher in Kisten verpackt, können Sie Kernobst in der Gartenlaube oder einem anderen vor Regen geschützten Ort aufbewahren. Als Frostschutz genügt in der Regel das Einhüllen in eine Wolldecke.

Späte Apfel- und Birnensorten sind oft erst ab Mitte Oktober erntereif. In frostgefährdeten Lagen können dann bereits Minusgrade auftreten. Nachtfröste bis zu –5 °C schaden den Früchten nicht. Vor der Ernte müssen sie dann allerdings vollständig aufgetaut sein.

Kiwis, sowohl die großfrüchtigen Kiwis (Actinida deleciosa) als auch die Mini- oder Beerenkiwis (Actinida arguta), sollten Sie vor dem Frost ernten und ggf. bei etwa 18 °C nachreifen lassen.

Pflegemaßnahmen im Obstgarten:

  • Die abgetragenen Ruten der Brombeere bodennah abschneiden und die jungen Tragruten für das nächste Jahr am Rankgerüst festbinden.
  • Das Erdbeerbeet jäten, Ausläufer entfernen, die Erde flach lockern und zwischen den Reihen mulchen, z. B. mit Laub.
  • Um den Kreislauf von Krankheiten und Schädlingen zu unterbrechen, sollten Sie das Fallobst nach der Ernte restlos auflesen.

Pflanzen von Obstgehölzen

Für das Pflanzen von Obstgehölzen ist das Klima im Oktober ideal. Ab Mitte des Monats werden in Baumschulen wurzelnackte Gehölze angeboten. Diese wachsen jetzt sicher an und sind preiswerter als Pflanzen, die im Container oder mit Ballen herangezogen wurden. Achten Sie auf Qualität und bei der Sortenwahl auf Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten. Wählen Sie einen sonnigen Standort mit dem nötigen Abstand zu anderen Gehölzen und zur Grundstücksgrenze. Viele Gartenbesitzer unterschätzen gerade bei Bäumen die Wuchsfreude und den zunehmenden Schattenwurf.

 Pflanztipps:

  • Stellen Sie die Gehölze vor dem Pflanzen ins Wasser: Containerware so lange, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Wurzelnackte Gehölze einige Stunden lang.
  • Setzen Sie Obstbäume genauso tief, wie sie zuvor gestanden haben. Die Veredlungsstelle muss sichtlich über dem Boden sein. Obststräucher sollten etwas tiefer gepflanzt werden.
  • Verwenden Sie als Füllerde den Aushub, vermischt mit einem Drittel Komposterde.
  • Das Einschlämmen der Füllerde mit Wasser ist für die Wurzeln schonender als das Festtreten mit dem Schuh.

    Wolfgang Roth


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