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Ziergarten

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© Verband Wohneigentum / Roth

Viele Menschen verbinden mit dem Wonnemonat das zarte Grün der sich entfaltenden Blätter sowie den Duft von Flieder (Syringia vulgaris-Hybriden) und Maiglöckchen (Convallaria majalis).

Wenn Sie den Duft mit ins Haus nehmen wollen, stellen Sie den Flieder sofort nach dem Schneiden tief in warmes Wasser. Die Stiele können das Wasser am Besten aufsaugen, wenn die Leitungsbahnen an der Schnittstelle offen sind. Daher ist der glatte Schnitt mit einem scharfen Messer so wichtig. Damit der Fliederstrauß lange hält, wählen Sie vollständig ausgefärbte Blütenrispen aus und streifen Sie die Laubblätter weitgehend ab.

Auch Maiglöckchen bleiben in der Vase frisch, wenn sie gleich ins Wasser gestellt werden. Damit die Freude lange anhält, schneiden Sie im Garten nur Blütenstiele, an denen sich das erste Glöckchen einer Blütentraube geöffnet hat.

Ebenfalls charakteristisch für den Mai ist Waldmeister (Galium odoratum), ohne den es die Maibowle nicht gäbe. Für die Zubereitung der Bowle wird der noch nicht blühende Waldmeister gepflückt, zu einem Strauß gebunden und nach dem Anwelken in die Flüssigkeit gehängt. Dosieren Sie den Waldmeister äußerst sparsam, denn der Wirkstoff Cumarin kann bei zu hoher Dosierung Kopfschmerzen und Übelkeit hervorrufen. Waldmeister ist eine heimische Staude, die sich im Schatten von Gehölzen flächig ausbreitet. Er passt gut in naturnah gestaltete Gärten, in denen sein Ausdehnungsdrang nicht stört.

Es ist Pflanzzeit für Dahlien, Gladiolen und andere im Sommer blühende Blumenzwiebeln und Knollen. Auch Gräser und Stauden, die ihre Blütezeit noch vor sich haben, wachsen jetzt schnell an. Die Anzucht von Bartnelken (Dianthus barbatus), Goldlack (Erysimum cheiri), Königskerzen (Verbascum spp.), Marienglockenblumen (Campanula medium), Stockrosen (Alcea rosea) und anderen Zweijährigen Pflanzen beginnt jetzt mit der Aussaat in Saatschalen oder Anzuchtplatten. Wenn die Sämlinge zu Jungpflanzen herangewachsen sind, werden sie ins Beet gesetzt, wo sie dann im nächsten Jahr blühen werden.

Weniger aufwändig ist  das direkte Aussäen an Ort und Stelle, allerdings sind dann die heranwachsenden Pflänzchen vielen Gefahren ausgesetzt.

Wasserpflanzen, die in Körben im Gartenteich stehen, sollten etwa alle zwei Jahre umgepflanzt werden. Verwenden Sie dafür Wasserpflanzenerde und entsprechend größere Gefäße. Damit beim Einsetzen in den Teich keine Erde aufschwemmt, müssen die Wurzelballen zuvor gründlich gewässert werden.

Zumindest bei den jüngeren Rhododendron-Sträuchern sollten die verwelkten Blütenstände herausgebrochen werden, damit sich die nachwachsenden Triebe gleichmäßig entwickeln können. Gehen Sie behutsam vor, denn die neuen Triebknospen sitzen dicht unterhalb der Blütenstände.

Wolfgang Roth


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