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Gemüsegarten

Karotten carrot-1565597 1920 pixabay CC0 Bild1
Späte Gemüse-Arten wie Möhren legen in den nächsten Wochen stark an Gewicht zu.
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Tomaten mögen Wärme und gleichmäßig feuchte Böden, verabscheuen aber, wenn sich Temperatur oder Feuchtigkeit abrupt ändern. Die Reaktion darauf können Sie an den Früchten erkennen.

Ein zuerst brauner, dann schwarz werdender Fleck gegenüber dem Stielansatz, also dort, wo einst die Blüte war, ist auf einen unzureichenden Calcium-Transport in der Pflanze zurückzuführen. Blütenendfäule heißt dieses Phänomen, das nicht durch Schädlinge verursacht wird. Diese Krankheit hat nichts mit der Kraut- und Braunfäule zu tun. Als Auslöser stehen hohe Stickstoff- und Kaliumgehalte im Boden, sowie schwankende Bodenfeuchtigkeit im Verdacht.

Typisch für den Grünkragen ist das grün oder gelb bleibende, nicht nachreifende und harte Fruchtfleisch am Stielansatz. Besonders betroffen sind Pflanzen im Kleingewächshaus, in dem bei starker Sonneneinstrahlung hohe Temperaturen entstehen.

Extreme Wetterwechsel verursachen, dass die Früchte ringförmig aufplatzen.

Bei allen drei physiologischen, also nicht durch Schaderreger verursachten Störungen können Sie die Früchte bedenkenlos essen, nachdem Sie die befallenen Stellen entfernt haben.

Tomatenfrüchte brauchen von der Befruchtung der Blüte bis zur Reife etwa sechs Wochen. Daher hat nur noch der Fruchtansatz, der sich vor Mitte August bildet, eine Chance zu reifen. Blütenrispen, die später entstehen, brechen Sie aus, damit sie der Pflanze keine Kraft rauben.

Späte Gemüse-Arten, wie Grün-, Rosen- und Kopfkohl, Möhren, Pastinaken, Porree, Rote Bete und Sellerie, die erst im Herbst oder Winter erntereif sind, legen in den nächsten Wochen stark an Gewicht zu. In dieser Wachstumsphase brauchen sie viele Nährstoffe und Wasser. Deshalb wirkt es sich positiv auf den Ertrag aus, wenn Sie im August einen Volldünger geben, bei anhaltender Trockenheit gießen und die Bodenkrume häufig lockern.

Achten Sie auf gefräßige Raupen an Kohlpflanzen. Drei Schmetterlings-Arten sind bis in den Herbst hinein aktiv: Die Raupen der Kohleule lassen manchmal nur die Herzblätter übrig oder fressen Löcher in den Kohlkopf. Die kleinen Raupen der Kohlmotte hinterlassen in den Blättern Löcher, die Fenstern ähneln. Als bedeutendste Kohlschädlinge gelten die Raupen des Kohlweißlings, die oft nur noch die Blattrippen übrig lassen. Das Abdecken mit Kulturschutznetzen ist eine sichere Möglichkeit, die Schmetterlinge an der Eiablage zu hindern. Ansonsten hilft es, die Eier zu zerdrücken und Raupen abzusammeln. Im Notfall helfen zugelassene Pflanzenschutzmittel.

Wenn Sie in der kalten JahreszeitFrisches aus dem Garten ernten möchten, säen Sie Anfang August Chinakohl, Fenchel, Rote Bete, Radieschen, Winterendivien, Zichoriensalat und Petersilie aus.

Für die Winterkultur eignen sich Lauch- oder Bundzwiebeln (Aussaat 15. bis 25. August), Knoblauch (Pflanzzeit September und Oktober), Spinat (Aussaat September), Winterblumenkohl (Pflanzzeit bis 10. August) sowie Winterkopfsalat (Aussaat 15. August bis 15. September).

Verwenden Sie für die Winterkultur frostunempfindliche Sorten, und schützen Sie die Pflanzen mit Gärtnervlies vor Kahlfrösten.

Wolfgang Roth


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