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Gemüsegarten

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Frühlingskräuter wie Bärlauch schmecken am besten, wenn die Blätter noch jung und zart sind.
© pixabay

Die eigene Anzucht von Jungpflanzen ist gar nicht so einfach, denn die Sämlinge beanspruchen bestmögliche Wachstumsbedingungen. Besonders schwierig ist es, die optimale Temperatur mit der erforderlichen Lichtintensität in Einklang zu bringen. Wenn sich die Sämlinge zu langen, dünnen Pflänzchen entwickeln, ist sehr wahrscheinlich Lichtmangel die Ursache. Abhilfe schafft ein dichteres Heranrücken an die geputzte Fensterscheibe oder eine künstliche Belichtung mit einer speziellen, wachstumsfördernden Lampe.

Die Aufzucht von Gurken, Kürbissen, Melonen und Zucchini ist im April optimal. Ein guter Platz ist die Fensterbank bei mindestens 20 °C. Säen Sie die Samen einzeln in Töpfe oder Anzuchtplatten aus, damit jede Pflanze einen stabilen Wurzelballen bilden kann. Störungen im Wurzelbereich während des späteren Umtopfens bzw. des Einpflanzens ins Beet, werden schlecht vertragen.

Die Samen von Basilikum brauchen zum Keimen Licht und Wärme zwischen 15 und 18 °C. Die in Töpfe ausgesäten Samen werden nur angedrückt und dann vorsichtig mit der Brause gegossen. Als Schutz vor dem Austrocknen hat sich das Abdecken der Töpfe mit Haushaltsfolie bewährt.

Zusätzlich zu den Gemüsearten, die bereits im März im Garten ausgesät werden können, folgen nun Mangold, Mark- und Zuckererbsen, Rote Bete, Sommerzwiebeln und Küchenkräuter wie Blattkoriander, Bohnenkraut, Borretsch und Dill.

Wählen Sie Sorten, die für einen frühen Aussaattermin geeignet und gegen Krankheiten widerstandsfähig sind.

Gemüsesamen brauchen oft eine längere Zeit bis zum Auflaufen. Damit Sie trotzdem zwischen den Reihen zum Erhalt der Bodenfeuchte und zur Unkrautbekämpfung hacken können, hat sich die Markierung der Reihen mit schnell auflaufenden Radieschen bewährt. Es genügt, wenn Sie bei der Aussaat im Abstand von einem Meter einen Radieschensamen zusätzlich auslegen.

Vorgetriebene Dicke Bohnen, Grünspargel, Kopfsalat, Knoblauch, Steckzwiebeln, Topinambur sowie mehrjährige Küchenkräuter können bereits gepflanzt werden. Geschützt unter Gemüsevlies wachsen Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi und Kopfkohl.

Das erste Grün: Blattsalate, Spinat und Frühlingskräuter wie Bärlauch, Kerbel, Kresse, Pimpinelle oder Sauerampfer schmecken am besten, wenn die Blätter noch jung und zart sind. Das gilt auch für Wildkräuter wie Brennnessel (Urtica dioica), Giersch (Aegopodium padagraria) oder Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia).

Die Erntezeit von Rhabarber dauert von April bis Ende Juni. Für die Begrenzung der Zeit gibt es zwei Gründe: Zum einen braucht die Pflanze Zeit zur Regeneration und zum anderen steigt im Sommer der Gehalt an Oxalsäure. Seit Kurzem gibt es auch Sorten, die keine Oxalsäure enthalten, wie beispielsweise `Livingstone`. Diese Neuzüchtungen können bis zum Herbst beerntet werden, brauchen aber zwischendurch Erholungsphasen, um Kraft für den kommenden Austrieb im Frühjahr zu speichern.

Wenn Sie möglichst bald reife Komposterde ernten möchten, dann sollten Sie jetzt den Komposthaufen umsetzen. Das Durchmischen des Rohkompostes und die zunehmende Frühlingswärme beschleunigen die Rotte.

Wolfgang Roth


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