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Gärtnern bis ins hohe Alter

Eigene Ernte auf kleinstem Raum - Spalierobst Gö Bild1
Eigene Ernte auf pflückfreundlicher Höhe: Spalierobst.
© Görlitz/Verband Wohneigentum

Die Ruhe. Das Grün. Die frische Luft. Die Zeit im Garten bringt Jung und Alt Freude, entspannt und ist nachweislich gut für die Gesundheit. Doch was tun, wenn der Körper mit den Jahren nicht mehr wie früher bei der Gartenarbeit mitmacht? Wenn das Bücken beim Jäten und das Rasenmähen schwer fallen? Wenn das Gießkannen schleppen und die Ernte der Obstbäume zur Belastung werden?

Gewusst wie

Auch bei körperlichen Einschränkungen und in der zweiten Lebenshälfte brauchen Sie sich nicht von ihrem Garten zu verabschieden. Viele Möglichkeiten erleichtern die Gartenarbeit, wissen unsere Gartenberater vom Verband Wohneigentum. Keine Frage: Die Lebensqualität steigt für all die Menschen, die ihren Garten nach den eigenen, sich verändernden Bedürfnissen nutzen können. Eine schöne Perspektive für Viele: bis ins hohe Alter der grünen Leidenschaft frönen.

Barrierearm von Anfang an

Wer einen Garten anlegt, plant daher am besten von vornherein Raum für spätere Rampen mit ein oder vermeidet Barrieren und Stufen möglichst ganz, weil sie zu Stolperfallen werden können. Die Beleuchtung der Wege lässt sich durch Lampen, auch Solar-Leuchten, mit Tageslichtsensor problemlos steuern. Nicht nur ältere, auch kleine Gartenbesucher genießen den Komfort eines barrierearmen Gartens.

Technik hilft

Nicht jede Gartenarbeit muss ein Senior selbst in die Hand nehmen. Manches kann man sinnvoll ersetzen: etwa das Gießkannenschleppen durch eine automatische Bewässerung oder das Rasenmähen durch einen Rasenroboter. Automatisierungen können die Gartenarbeit bequemer und entspannter gestalten.

Clevere Pflanzenauswahl

Eine durchdachte Pflanzenauswahl erleichtert die Arbeit im heimischen Grün. Als Obstlieferant trägt statt eines Hochstamms besser ein Spalierbaum die Früchte rückenschonend in greifbarer Nähe. Auch die Triebe anderer Obstsorten wie Johannis- oder Stachelbeeren lassen sich mit Draht oder Bambus so erziehen, dass sie senkrecht nach oben wachsen und sich so bequem im Stehen abernten lassen. Der Hochstamm bleibt jedoch als Schattenspender, Staubfilter und prachtvoll großer Hausbaum willkommen.

„Wer der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden. Er fühlt sich immer tiefer in sie verstrickt.“
(Karl Förster)

Garten pflegeleicht anlegen

Weichen Sie nicht auf Schotterflächen aus, die Sie mit Pflanzenschutzmitteln unkrautfrei halten. Legen Sie besser Gelassenheit an den Tag, wenn Gänseblümchen, Klee, Schafgarbe & Co. im Gras blühen. So ein Kräuterrasen braucht viel weniger Pflege als ein „Englischer Rasen“. In Beeten sind bodendeckende Bepflanzungen weitaus pflegeleichter als Gartenflächen, die viel blanke Erde zeigen. Bepflanzte Beete brauchen seltener extra Gießwasser. Es kommt weniger Unkraut auf, das mühsame Jäten ist nur noch selten nötig. Schmetterlinge und Bienen werden es danken.

Tisch- und Hochbeete

Unterfahrbare Tischbeete und hüfthohe Hochbeete ermöglichen es auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen, stehend oder im Sitzen zu gärtnern. Allerdings ist der Aufbau der tiefgründigen Schichtung im Inneren der Hochbeete eine aufwändige Arbeit, die etwa alle fünf bis sechs Jahre anfällt. Unser Tipp: Lassen Sie sich dabei von jüngeren Menschen helfen, planen Sie einen Mehrgenerationen-Gartentag!

Spezielle Gartengeräte

Warum erledigen Sie die Arbeit nicht gemütlich vom leichten Gartenhocker aus? Wer doch mal auf die Knie gehen muss, kann sich auf weichen Gartenpolstern niederlassen. Ergonomisch geformtes Gartenwerkzeug bietet eine bessere Kraftumsetzung und hand- und rückenschonende Bewegungen bei der Gartenarbeit. Und wenn es nicht anders geht: mit Tragehilfen und Sackkarren lassen sich schwere Dinge besser transportieren.

Bleiben Sie dran!

Lassen Sie sich ihre Freude im Garten nicht nehmen. Genießen Sie die Zeit im Garten!


Anna Florenske

Eine Checkliste zum Thema finden Sie hier und unseren Flyer können Sie hier bestellen.

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