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Schnitt der Formhecken

GFB-000676
Hecke als Staub- und Sichtschutz zur Straße. Deutlich sind die beiden größten Fehler zu sehen, die reglmäßig unterlaufen: zu großer Abstand bei der Pflanzung und zu später Schnittbeginn.

Formhecken erfordern einen regelmäßigen Schnitt. Je nach Pflanzenart und Wuchsstärke können bis zu 2 Schnitte erforderlich sein. Dabei sind einige grundlegende Dinge zu beachten:

  • Hecken müssen in ihrer Form immer leicht pyramidal (oben schmaler als unten) geschnitten sein, sonst kahlen sie von unten her auf und werden licht.
  • Es kommt beim Schnitt nicht darauf an, dass die Form der Hecke in der Längsrichtung schnurgerade wird. Wellenformen können auch ein reizvoller Anblick sein.
Sommerschnitt
  • Für den Sommerschnitt kann man sich den Termin um Johanni (24. Juni) merken. Zu dieser Zeit reagieren die meisten Pflanzen noch mal mit einem Wachstumsschub. Man spricht auch vom so genannten Johannistrieb.
  • Um einen Schnittschock zu verhindern und brütende Vögel möglichst nicht gestört werden, erfolgt der Schnitt etwa 10 cm über der Schnittebene des Winterschnittes. Der Sichtschutz bleibt so gewährleistet und die Hecke wird im Wachstum nur leicht gebremst.
  • Starkwüchsige Gehölze, wie z.B. Feldahorn, können im Laufe des Spätsommers leicht die Form eines freiwachsenden Strauches annehmen. Trotzdem sollte erst im Februar wieder geschnitten werden. Lediglich sehr starke Ausreißer können mit der Rosenschere eingekürzt werden.
  • Gehölze mit großen immergrünen Blättern, wie Kirschlorbeer, sollten mit der Rosenschere geschnitten werden. Schneidet man solche Pflanzen mit der elektrischen Heckenschere, zerfetzen die Blätter und laufen an den Rändern schwarz an. Eine solche Hecke macht über einen längeren Zeitraum einen kränklichen Eindruck.

Winterschnitt

  • Der Winterschnitt kann von November bis Februar durchgeführt werden. Ein Termin gegen Ende Februar sollte aber bevorzugt werden, da die Wachstumsprozesse im Winter ruhen und die Pflanze erst im Frühjahr auf den Schnitt reagieren kann.
  • Schneidet man bereits im November, sieht man den ganzen Winter über auf eine „kahlgeschorene“ Wand.
  • Da der Winterschnitt immer etwas kräftiger ausfallen sollte als der Sommerschnitt, entstehen auch größere Schnittwunden, die eine Angriffsfläche für holzzersetzende Pilze darstellen. Diese Wunden können erst mit einsetzendem Wachstum verheilen.
  • Dadurch, dass jeder Schnitt in der Regel über der Schnittebene des vorherigen Schnittes ansetzt, entstehen Zweigquirle. Die Höhe und Breite der Hecke nimmt zu. Damit die Hecke ihre gewünschten Maße beibehält, ist es bei Laubholzhecken empfehlenswert, alle 5 Jahre einen kräftigen Schnitt unterhalb der entstandenen Quirle durchzuführen.

Wichtig: Ab 1. März ist der Schnitt der Hecken, wegen dem einsetzenden Brutgeschäft unserer Vögel, gesetzlich verboten.

Alte, vergreiste Hecken

  • Wenn eine Hecke zu groß geworden, vergreist oder aus der Form geraten ist, ist ein kräftiger Winterschnitt, bis ins alte Holz hinein, zu empfehlen. Die Pflanzen werden mit einem kräftigen Neuaustrieb reagieren.

Achtung! Bei vielen Nadelhölzern geht das nicht immer so einfach. Hier muss stufenweise vorgegangen werden!

  • Sind in der Hecke Lücken entstanden, können zusätzlich zum Rückschnitt auch Jungpflanzen in die alte Hecke gesetzt werden. Damit die jungen Pflanzen sich in der alten Hecke durchsetzen können, sollte die Pflanzgrube großzügig ausfallen und mit guter Erde gefüllt werden.
  • Bei fachgerechtem Schnitt ist eine radikale Verjüngung der Hecke in der Regel nicht notwendig.

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