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Für jeden Gartenfan ist ein Vorgarten gewachsen!

Linden, Kirschlorbeer und Ysander Heitzer Bild1
Sehr pflegeleichte immergrüne Vorgärten - hier: Linden, Kirschlorbeer und Ysander
© Heitzer/Verband Wohneigentum

geschnittene Eibenhecken und als Kontrast dazu Hortensien und weiße Seggen Heitzer Bild1
Sehr pflegeleichte immergrüne Vorgärten - hier: geschnittene Eibenhecken und als Kontrast dazu Hortensien und weiße Seggen
© Heitzer/Verband Wohneigentum

Immergrüne Elemente wie Buchsbaumkugeln im Vordergrund Heitzer Bild1
Der pflegeleichte, aber lebendige Vorgarten - hier: immergrüne Elemente wie Buchsbaumkugeln im Vordergrund und kompakt wachsende Rhododendren
© Heitzer/Verband Wohneigentum

Vielfalt statt Einerlei Heitzer Bild1
Naturnaher Vorgarten für Menschen und Tiere - hier: ein sonniger Vorgarten für Pflanzenliebhaber. Eine gewisse Dynamik ist erlaubt und die Ausbreitung von Stauden durchaus erwünscht.
© Heitzer/Verband Wohneigentum

Lieben Sie  klare, geschotterte Vorgartenflächen? Auch, weil sie angeblich so pflegeleicht sind? Glauben Sie nicht den Versprechungen der Hochglanzprospekte in Baumärkten! Lassen Sie sich überzeugen: Begrünte Vorgärten sind nicht nur umweltfreundlicher, sie brauchen auch weniger Pflege als die Schotterflächen. Und seien Sie sicher: Für jeden Gartenfan ist ein Vorgarten „gewachsen“.

Warum keine Schotterflächen?

Die negativen Folgen für das Stadtklima, bei der Regenwasserversickerung und nicht zuletzt für unsere heimische Flora und Fauna sind mittlerweile bekannt. Einige Kommunen und Städte haben bereits in Ihren Neubaugebieten die Versiegelung mit Kies und Schotter verboten. Ein notwendiger Schritt, da aufgrund der klimatischen Veränderungen die längeren Trockenperioden und Ereignisse mit Starkregen zunehmen. Das Problem: Eine versiegelte Fläche kann bei starkem Niederschlag das Wasser nicht mehr aufnehmen. Der Kanalisation fehlt die Kapazität, die Wassermengen abzuleiten. So  kommt es zu Überschwemmungen.

Von wegen pflegeleichter!

Steinflächen sollen angeblich pflegeleichter als Pflanzflächen sein. Doch der Schein trügt:
Nach einer Neuanlage sehen sie Steinflächen sehr ordentlich und unkrautfrei aus. Durch herabfallendes Laub und Verwehungen sammelt sich jedoch mit der Zeit organisches Material in den Hohlräumen der Steine. Heranfliegende Samenunkräuter wachsen anschließend darin. Jeder, der schon mal eine Steinfläche von Unkraut befreit hat, weiß, dass ein konventionelles Beet wesentlich leichter zu pflegen ist.

Pflegeleichte Pflanzung, geht das?

Die Antwort lautet: Ja. Man kann Vorgärten in 3 Pflegestufen einteilen:

1. Sehr pflegeleichte immergrüne Vorgärten
Eine Kombination aus kleinwachsenden, hochstämmigen Bäumen, wie Weißdorn, Zierapfel oder Kugelakazien mit immergrünen Hecken, z.B. Eiben, Liguster oder Kirschlorbeer passt sehr gut zu einem Untergrund mit immergrünen Bodendeckern. Ist der Boden permanent mit einer Pflanzendecke bedeckt, haben Unkräuter keine Chance.
Immergrüne Stauden gedeihen meist im Schatten und Halbschatten.

Beispiele:

Schattiger Standort (ohne direkte Sonneneinstrahlung): Ysander (Pachysandra terminalis), Imergrün (Vinca minor), gelbe Elfenblume (Epimedium x perralchicum 'Frohnleiten')

Halbschatten und Sonne : Cambridge Storchenschnabel (Geranium x catabriegnse Biokovo),  Zitronenthymian (Thymus x citriodorus),  Kriechspindel  (Euonimus fortunei)

Eine Kombination aus den oben beschrieben Pflanzen kann durch frühjahrsblühende Zwiebelpflanzen ergänzt werden.

2. Der pflegeleichte, aber lebendige Vorgarten
Immergrüne Elemente wie Buchsbaumkugeln im Vordergrund, und kompakt wachsende Rhododendren, wie hier Rhododendron yakushimanun, geben dem Beet auch im Winter eine feste Struktur und lassen es auch in der Winterruhe gepflegt aussehen.

Im Frühjahr blühen zwischen den Buchsbaumkugeln sehr schön die immergrünen Bergenien, die durch eingestreute weiße Lenzrosen (Helleborus niger) ergänzt  werden.

Nachdem die Rhododendron verblüht sind, haben die weißen Ballhortensien Hydrangea aborescens 'Annabelle' Ihren großen Auftritt.  Die "wankelmütige Annabelle" ist standfester, wenn Sie den Rückschnitt im mittleren bis späten Frühling vornehmen. Die Blütenbälle sind dann etwas kleiner, dafür neigen sie sich aber nicht bei jedem kleinen Regenschauer.  Der dauerblühende blaue Storchenschnabel (Geranium wallichianum 'Rozanne' ) passt perfekt dazu.  Die Sorte 'Rozanne' ist der Liebling vieler Gärtner, da sie trockenheitsverträglich und sehr wuchsstark ist, ohne Ihre Nachbarn zu verdrängen.
Ab September sorgen die Herbstanemonen (Anemone hupehensis 'Hornorine Jobert' für einen weiteren Blühaspekt. Ein schöner Pflanzpartner der Herbstanemonen ist die Purpur-September-Silberkerze Cimicifuga simplex 'Atropurpurea'.

Planen Sie Gehölze für Ihren Vorgarten, so schließen sie auf jeden Fall Bäume mit Flachwurzeln, wie Birken, aus. Der Wurzeldruck ist für die meisten Stauden zu hoch und sie verkümmern.

3. Naturnaher Vorgarten für Menschen und Tiere
Vielfalt statt Einerlei. Dieser sonnige Vorgarten ist etwas für Pflanzenliebhaber. Aspektbildende Stauden und Halbgehölze wie die lachsfarbige Taglilie und Katzenminze, Lavendel und die Bartblume wechseln sich mit dem strukturbildenden Zwergchinaschilf und bodendeckendem Storchenschnabel ab.  Hier ist eine gewisse Dynamik erlaubt und die Ausbreitung  von Stauden ist durchaus erwünscht.

Im Frühling sollte man gründlich das Beet von unerwünschten Kräutern und sich zu stark ausbreitenden Stauden befreien. Ist dieses Beet etabliert, dann ist es ein reichhaltiges Buffet und ein toller Lebensraum für heimische Insekten. Denken Sie daran die Stauden erst im Frühjahr zurückzuschneiden. Die alten Stängel sind eine wichtige Kinderstuben für Insekten wie die so wichtigen Wildbienen.

Hans-Willi Heitzer


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