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Der Hausbaum

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Säulenbuche
© Breidbach/Verband Wohneigentum

Zierapfel 2 Breidbach Bild1
Zierapfel im Frühling
© Breidbach/Verband Wohneigentum

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Zierapfel mit Früchten
© Breidbach/Verband Wohneigentum

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Zierapfel "Red Sentinal", nicht nur schön, sondern auch ökologisch wertvoll!
© Breidbach/Verband Wohneigentum

Ein besonderer Hausbaum darf in keinem Garten fehlen. Nicht ohne Grund wurde von unseren Vorfahren zu jedem Haus auch ein Baum gepflanzt. Doch je kleiner das Grundstück, umso größer ist die Gefahr, dass durch Laubfall und Schattenwurf zum Beispiel zu Streitigkeiten mit dem Nachbarn kommt. Eine sorgfältige Planung und Auswahl ist daher unerlässlich.

Eine große Rolle bei der Auswahl spielt neben der Größe die Form des Baumes. Natürliche Wuchsform und Kugelbäume sind derzeit am beliebtesten. Außerdem gibt es Säulen- und Kegelkronen, aber auch schirm- und hängendwachsende Varianten.

Das Sortiment an Kugelbäumen wie Kugelahorn und Kugelsumpfeiche ist stetig gewachsen und mittlerweile recht umfangreich. Säulenvarianten sind nicht ganz so verbreitet, erfreuen sich aber zunehmender Beliebtheit. Durch ihr schlankes Wachstum lassen sich auch kleinere Flächen interessant gestalten, ohne das Wachstum anderer Pflanzen im direkten Umfeld allzu sehr zu beeinträchtigen. Sehr straff im Wuchs sind dabei die Säulenformen von Felsenbirne und Amberbaum. Beide begeistern auch im Herbst durch ein grandioses Farbspiel in Gelb-Orange-Rot.

Größe? Wuchsform?
Die natürlich wachsende Baumform erinnert stark an die großen Hausbäume wie Walnuss oder Linden. Felsenbirne und Apfeldorn sind interessante Vertreter mir Fruchtschmuck und schöner Herbstfärbung.

Herausgreifen möchte ich vor allem den Zierapfel, der in den Baumschulen vielen Zierkirschen schon den Rang abgelaufen hat. Aufgrund seiner eher geringen Größe von 4 - 8 m in der Höhe und 3 – 6 m Breite (sortenabhängig) passt er in jeden Garten, oftmals auch in den Vorgarten. Mit seiner Blütenfülle im Frühjahr, das Farbspektrum reicht von weißen, roten, rosa- oder purpurfarbenen Blüten, lockt er viele Insekten an und die Pollen sind eine wichtige Nahrungsquelle. Zudem spenden Zieräpfel kräftig Pollen, sind also Befruchter für Kulturäpfel. Über den Sommer hinweg bildet er die 1-3-cm großen Früchte, die im Herbst und häufig noch bis in den Winter hinein die Zweige schmücken. Vögel wie Stare, Wachholderdrosseln und Amseln, aber auch Sperlinge und Meisen, freuen sich über das zusätzliche Nahrungsangebot. Zudem können die Zweige zur Dekoration verwendet werden. Wer viel Zeit hat, kann aus vielen kleinen Früchten ein leckeres Gelee kochen, nur zum Kuchen backen eignen sie sich nicht.

Farben von Frucht und Blatt?
Neben Größe und Wuchsform achtet man bei der Auswahl auf die Fruchtfarbe, die von leuchtet gelb über orangerot und ein kräftiges rot bis zum violett reicht. Auch die Blattgesundheit ist ein wichtiger Aspekt: Einige Sorten sind schorfresistent, sowohl Blatt und Frucht bleiben dann die ganze Vegetationszeit über ansehnlich.
Zu den schönsten Sorten zählen „Evereste“ und „Red Sentinal“, deren leuchtende Früchte noch im Raureif an kahlen Ästen haften und schön anzusehen sind.

Baumschulen halten gerade jetzt im Herbst ein umfangreiches Sortiment an Kleinbäumen bereit. Lassen Sie sich gut beraten, denn nur so haben Sie über einen langen Zeitraum viel Freude an dem Hausbaum, Ihrem Baum.

Martin Breidbach

Checkliste

  • Welche Baumform gefällt mir am besten?
  • Welche Größe und Umfang hat der Baum im ausgewachsenen Zustand?
  • Welchen Grenzabstand/Abstand zu Gebäuden muss ich einhalten?
  • Hat der Baum einen besonderen Zierwert (Fruchtschmuck, Herbstfärbung)?
  • Ist eine Unterpflanzung möglich (Wurzeldruck)?
  • Kann ich mit dem Baum Insekten und Vögel etwas Gutes tun?

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