Standort
Unsere Zwiebel- und Knollengewächse stammen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen und Klimazonen unserer Erde. Dadurch sind die Ansprüche an Lichtverhältnisse, Nährstoffbedarf, Boden und Klima so vielfältig wie das uns zur Verfügung stehende Sortiment.
Pflege
Die meisten Zwiebel oder Knollenpflanzen sind sehrpflegeleicht. Mit der Kenntnis des Lebenszyklus dieser Pflanzen erübrigt sich eine Pflege fast von alleine. In den grünen Blättern sind viele Nährstoffe enthalten, die im Zuge des Absterbens der Blätter in die Zwiebel zurücktransportiert werden. Dies ist für die weitere Entwicklung und die nächste Blüte sehr wichtig. Sind die Blätter braun und trocken geworden, können sie mit der Hand abgezupft werden. Wenn man etwas länger wartet sind die Blätter plötzlich von ganz alleine verschwunden, da sie vom Regenwurm und den Bodenorganismen zersetzt werden.
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Einige der sommerblühenden Arten sind frostempfindlich und müssen frostfrei gelagert werden.
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Dahlien, Blumenrohr und Knollenbegonien sind leicht zu überwintern, indem man die Knollen in Kisten mit lockerer, eher trockener Erde in einem kalten, aber frostfreien Raum lagert.
Verwendung
Zwischen winterharten Blütenstauden
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Je nach Standortansprüchen können die Zwiebeln und Knollen vollständig in die Staudenpflanzungen integriert werden.
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Frühblühende Arten und Sorten kommen voll zur Geltung, weil die meisten Stauden noch nicht ausgetrieben haben.
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Das absterbende Laub der Zwiebeln und Knollenpflanzen wird im späteren Frühjahr durch die heranwachsenden Stauden verdeckt und braucht so nicht entfernt zu werden.
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Für die Zwischenpflanzung eignen sich sehr gut Arten und Sorten, die man verwildernlassen kann.
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In Staudenflächen wirken 10 bis 15 Stück in lockere Grüppchen gepflanzt sehr natürlich.
Unter Sträuchern und Bäumen
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Ein lichtarmer, humoser und oft auch trockener Standort an dem auch Zwiebel- und Knollengewächse gedeihen und auf ihre Weise schöne farbige Akzente setzen.
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Besonders geeignet: Buschwindröschen, gelbes Windröschen, Lerchensporn, Schneeglöckchen, Hasenglöckchen, Narzissen, Scilla, Puschkinia und Schneestolz
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Unter Gehölzen wirken lockere Gruppen von 10 bis 15 Stück sehr natürlich.
Im Steingarten
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Im Steingarten eignen sich Pflanzen mit feinem Blattwerk. Hierzu gehören vor allem kleine Narzissen, schmalblättrige Tulpen, Zwergiris, Schneestolz, Hundszahn, bestimmte Frittilaria-Arten, botanische Krokusse und Alpenveilchen.
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Im Steingarten kommen kleinere Grüppchen von 3 bis 5 Stück dem Naturstandort am nächsten.
Auf Wechselflorbeeten
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Sehr schöne Farbakzente setzen im Frühjahr Hyazinthen, einfache und frühe Tulpen (Kaufmanniana- und Greigii-Gruppe) in KombinationmitGänseblümchen, Vergissmeinnicht und Stiefmütterchen.
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Im Sommer können vor allem Knollenbegonien und Mignon-Dahlien verwendet werden. Um den Farbeffekt zu verstärken, werden die Pflanzen etwas dichter gepflanzt werden als üblich.
Am Teich und an wechselfeuchten Standorten
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im wechselfeuchtenBereich: Schachbrettblume, Sommerknotenblume, Herbstzeitlose
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im sumpfigenBereich und Flachwasserbereich: Kalla und Spaltgriffel
Im Rasen
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Besonders geeignet sind: Schneeglöckchen, Krokusse und kleine Narzissen. Aber auch: gefingerter Lerchensporn, herbstblühende Krokusse, Hasenglöckchen und der Stern von Bethlehem
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Damit die Pflanzen jedes Jahr wieder erscheinen und sich ausbreiten können, darf der Rasen erst ca. 6 Wochen nach der Blüte gemäht werden.
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Zwiebeln/Knollen die im Rasen verwildern sollen, wirken nur dann natürlich, wenn sie nicht in Gruppen gepflanzt sind. Sie werden ausgestreut und dort gepflanzt, wo sie zufällig gelandet sind.
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Für einen großflächigen Effekt muss eine große Anzahl verwendet werden (bei Krokussen 125 bis 150 pro m²).
In Töpfen, Kästen und Kübeln
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Alle Zwiebelpflanzen lassen sich mindestens für eineSaison in Töpfen und Blumenkästen verwenden. Wichtig ist, dass die Töpfe ausreichend tief sind und Abflusslöcher besitzen.
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Blähtonkügelchen am Topf- bzw. Kastenboden gewährleisten einen besonders schnellen Wasserabfluss.
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Normale Blumenerde ist als Substrat ausreichend. Bei mehrjähriger Kultur nur strukturstabile Erden verwenden.
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Zwiebeln in Töpfen und Blumenkästen sind etwasfrostempfindlicher und sollten bei strengeren, anhaltenden Frösten kurzzeitig in einen unbeheizten Raum gebracht werden.
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Einige größer werdende Zwiebel- und Knollenpflanzen sind hervorragend alsKübelpflanze geeignet und können problemlos in dunklen frostfreien Räumen überwintert werden. Dazu geeignet sind vor allem Hakenlilie, Belladonnenlilie, Kaplilie (Tulbaghie), Blumenrohr, Jakobslilie, Schönhäutchen und Schopflilie.
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Damit die Freude über diese Kübelpflanzen möglichst lange währt, sollte ein strukturstabilesSubstrat verwendet und alle paar Jahre umgepflanzt werden. Für die Düngung empfiehlt sich eine einmalige Gabe von Depotdünger im Frühjahr.
Verwilderung von Zwiebeln und Knollenpflanzen
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Die meisten der im Frühjahr blühenden Zwiebelpflanzen ist sehr gut zur Verwilderung geeignet: Krokusse, Narzissen und botanische Tulpen, aber auch viele Gartentulpen und Hyazinthen.
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Zwiebeln, die verwildern sollen, werden etwas tiefer gepflanzt als normal (etwa drei bis vier Mal so tief wie die Zwiebel hoch ist).
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Leichte, luftige Böden sind für das Verwildern etwas vorteilhafter.
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In schweren Böden sollten unter der Pflanzstelle eine Drainageschicht aus Sand oder Split einbauen.
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Die ganz frühen Blüher, wie Schneeglöckchen und Winterlinge, sollten an die Stellen im Garten gesetzt werden, an denen der Schnee zuerst schmilzt. An diesen Orten wirken die Pflanzen besonders reizvoll.
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Eine leichteDüngung mit Kompost oder einem anderen organischen Dünger bei der Pflanzung ist zu empfehlen.