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Standort und Pflege von Blumenzwiebeln

Blumenzwiebeln im Beet
Blumenzwiebeln im Beet
© Verband Wohneigentum / Balster

organischer Dünger
organischer Dünger
© Verband Wohneigentum / Balster

Auch sie brauchen Pflege!
Nährstoffversorgung der Zwiebelblumen

Viele Hobbygärtner freuen sich im Frühling über den blütenreichen Charme von Tulpen, Narzissen, Krokussen, Zierlauch und Co. Im ersten Jahr nach der Pflanzung blühen Blumenzwiebeln eigentlich auf fast jedem Standort problemlos, da sie in der Regel unter optimalen Bedingungen kultiviert wurden und alle nötigen Reserve-Stoffe in ihnen gespeichert sind. Fehlen ihnen aber in den Folgejahren vom Zeitpunkt des Austriebs bis zum Absterben der Blätter die nötigen Nährstoffe, werden sie von Jahr zu Jahr blühunwilliger und unansehnlicher. Dieses lässt sich besonders häufig bei Narzissen und Tulpen beobachten. Unser Gartenberater Thomas Balster verrät, wie es anders anders geht ... 

Optimal düngen
Man sollte Blumenzwiebeln daher insbesondere auf nicht optimalen Standorten wie Sand- oder Moorböden durch zusätzliches Düngen mit Nährstoffen versorgen. Das kann bereits bei der Herbst-Pflanzung mit Hornspänen, Kompost oder abgelagertem Mist geschehen.
Alternativ erfolgt die Nährstoffversorgung im Frühling während der Wachstumsphase der Zwiebelblumen -  also dann, wenn die Blätter austreiben - aber nicht mehr, wenn das Laub vergilbt. In diesem Zeitraum reifen die Zwiebeln aus und treten in eine Ruhephase ein.

Im Frühjahr empfiehlt sich ein handelsüblicher organisch-mineralischer Dünger, der ein ausgewogenes Nährstoffverhältnis besitzt und gleichmäßig über einen längeren Zeitraum wirkt. Sofort wirkende mineralische Dünger wie „Blaukorn“ sind nicht zu empfehlen, da sie das Grundwasser belasten und die Pflanzen durch Verbrennungen bis zum Totalverlust schädigen können, wenn die aggressiven Dünger nicht sachgerecht ausgebracht werden. „Blaukorn“ ist außerdem zu stickstoffbetont, ein kaliumbetonter Tomaten-Dünger ist für Zwiebelblumen wesentlich besser geeignet.

Wasserversorgung
In der Zeit des Austriebs benötigen Zwiebelblumen eine gute Wasserversorgung. Später beim Absterben des Laubes und in der darauf folgenden Ruhephase benötigen sie hingegen sehr wenig Feuchtigkeit.

Laub abschneiden oder nicht?
Das absterbende Laub wird von der Zwiebel zum „Kräftesammeln“ benötigt, es darf auf keinen Fall frühzeitig abgeschnitten werden! Es sollte erst entfernt werden, wenn es einem beim Ziehen „widerstandslos entgegenkommt“. Allerdings stellt sich die Frage, warum es überhaupt entfernt werden sollte.

Wenn Blumenzwiebeln immer so ins Beet gepflanzt werden, dass ihr vergilbendes Laub von den wachsenden Stauden bald verdeckt wird, kann getrost auf Schnittmaßnahmen verzichtet werden!

Zwiebelblumen teilen
Auch Blumenzwiebeln vermehren sich und sollten, wie andere Stauden auch, hin und wieder geteilt werden, weil sonst die Blütengröße und –menge leidet. Von Zeit zu Zeit ist es daher ratsam, Blumenzwiebeln während der Ruhezeit (spätestens bis Ende August) auszubuddeln und die stärksten Zwiebeln an anderer Stelle wieder einzupflanzen. Auch hier ist Düngen besonders wichtig.

Trotz aller Pflege: Auch die Lebenszeit vieler Blumenzwiebeln ist begrenzt. Eine Narzisse etwa erfreut das Gärtnerherz nur etwa 10-12 Jahre.

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