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Anlage eines Staudenbeetes

Staudenbeet 1
Staudenbeete bringen Farbe in den Garten

Aster
Astern - Farbenpracht im Herbst

Blühende, abwechslungsreiche Staudenbeete bereichern unsere Gärten. Außerdem können sie auch an Extremstandorten einen Ersatz für Rasenflächen bieten. Will man ein Staudenbeet mit abwechslungsreichen Farben, Blüten, Größen und Blattformen selbst anlegen, gibt es einiges zu beachten:

Auswahl der Stauden:

  • Arten und Sorten passend zu den Lebensbereichen auswählen
  • besonders die Bodenbeschaffenheit berücksichtigen
  • als weitere Auswahlkriterien Wuchshöhen, Wuchseigenschaften, Blütenfarben, Blütezeiten und Blattstrukturen berücksichtigen

Gestaltung des Staudenbeetes:

  • Begrenzungen oder Hintergründe erstellen (Fassaden, Hecken, Sträucher, Rankgerüste, begrünte Sichtschutzwände o.ä.)
  • Kombinationen mit Gehölzen einplanen
  • Anordnen der Stauden nach verschiedenen Blütezeitpunkten und nach Austrieb
  • Erstellen und Wiederholen von passenden Pflanzengruppen
  • auf Farb- und Formenkontraste achten
  • große Stauden nicht in den Vordergrund setzen

Beetvorbereitung:

  • Wildwuchs samt Wurzel entfernen
  • Boden tiefgründig lockern
  • Einarbeiten von reifem Kompost oder Pflanzerde und evtl. Hornspänen
  • keinen mineralischen Dünger bei der Pflanzung verwenden

Pflanzung:

  • im Herbst oder Frühjahr
  • die Stauden gründlich wässern, austopfen und an der vorgesehenen Stelle auslegen
  • pflanzen immer in der Reihenfolge Gerüststauden, große Gruppenstauden, kleine Gruppenstauden (Bodendecker)
  • nicht zu eng pflanzen (Gerüststauden: 2 -3 Pflanzen / qm; große Gruppenstauden: 3 - 5 Pflanzen / qm; kleine Gruppenstauden 6 - 9 Pflanzen / qm)
  • stark durchwurzelte Topfballen etwas aufreißen oder mit einem scharfen Messer von oben nach unten ca. 2 bis 3x einschneiden
  • Wurzelballenoberkante bündig mit der Bodenoberkante setzen, leicht andrücken
  • Pflanzung gut wässern.

Mulchen:

  • nur Staudenpflanzungen abmulchen, die es vertragen (arten- und sortenabhängig)
  • nicht zu groben Rindenmulch, besser Rindenhumus verwenden
  • einer Stickstofffixierung durch ausreichende Düngegabe vor der Bodenbedeckung vorbeugen
  • bei empfindlicheren Arten- und Sorten evtl. mit Grasschnitt mulchen

Pflege:

  • größerer Pflegeaufwand meist nur in den ersten 2 Jahren
  • Rückschnitt der Stauden im Laufe des Jahres und im Frühjahr (Besonders wichtig bei stark aussamenden Arten
  • nachdüngen mit Kompost und organischen Düngern im Frühjahr
  • bei Bodentrockenheit morgens, durchdringend wässern
  • Wildwuchs entfernen

Ökologie:
Verblühte Blütenstände der herbst- und spätherbstblühenden Stauden sollten vor dem Winter nicht entfernt werden. Sie sind eine natürliche Nahrungsquelle für unsere gefiederten Freunde.

Tipps:
Das Staudenbeet wird sich im Laufe der Jahre verändern, hier durch teilen der Pflanzen regulierend eingreifen. Stauden mit dem Spaten teilen. Beetrosen lassen sich gut mit Stauden und Gräsern kombinieren. Sommerflor, Küchenkräuter und auch manche Gemüsesorten lassen sich gut in Staudenpflanzungen integrieren.


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