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Die Schwanenblume – Blume des Jahres 2014

Butomus
Butomus umbellatus an einem wechselfeuchten Entwässerungsgraben.

Die Blume des Jahres steht für einen bedrohten Lebensraum. Die Schwanenblume ist in Flussauen und in Marschgebieten beheimatet. Die Standorte an denen Schwanenblumen bevorzugt wachsen unterliegen regelmäßigen Überflutungen mit späterer Austrocknung. Als Substrat bevorzugt sie nährstoffreiche, sandig lehmige Schlammböden. Diese benötigten Bodenverhältnisse werden jedoch durch zunehmende Hochwasserschutzmaßnahmen an vielen Standorten nicht mehr erreicht. Es werden den Pflanzen durch die mangelnde Flutung nicht genügend Nährstoffe und Schlamm zugespült. Auch die Trockenlegung von Feuchtgebieten macht die Pflanze zu einer bedrohten Art.

Die Schwanenblume (Butomus umbellatus), auch Blumenbinse genannt, erhielt ihren Namen aufgrund ihres schwanenhals-artig gebogenen Griffels in der Blüte. Da sie auch ganzjährige Wassertiefen von etwa 20 bis 50cm verträgt, ist sie bei der Teichgestaltung sowohl im Sumpfbereich, als auch als Randpflanze im Überlaufbereich verwendbar. Obwohl sie eine sonnenhungrige und wärmeliebende Pflanze ist, hat sie eine gute Frosthärte.

Die Blüten der Schwanenblume befinden sich an ca. 150cm langen Stielen. Die Dolden sind halbrund und haben einen Durchmesser von ca. 20cm. Vom Juli bis in den September hinein betören die rosaweißen Blüten, mit ihrem nach Honig riechenden Nektar, insbesondere Bienen und Hummeln.

Die Gattung Schwanenblumen enthält nur eine Art. Für den Rückgang dieser, im Sinne des Wortes, einzigartigen Pflanzenart, ist wieder einmal mehr der Mensch durch seine Eingriffe in die Natur verantwortlich. Würde diese Art komplett aussterben, wäre es nicht nur als Artensterben, sondern wesentlich weitreichender, als “Gattungssterben“ zu bezeichnen.


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