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Das Leberblümchen – Blume des Jahres 2013

Hepatica
Leberblümchen am Naturstandort

Hepatic Multipetala
Hepatica nobilis "Multipetala"

Die Blume des Jahres steht für einen bedrohten Lebensraum. Vor allem in alten Buchen- und Laubmischwäldern mit einem kalk- und humusreichen Boden fühlt sich das Leberblümchen wohl.

Seinen Namen verdankt das Leberblümchen den dreilappigen Blättern, die in der Form einer menschlichen Leber ähneln. Gemäß der Signaturen-Lehre wurde die Pflanze deshalb auch als Heilmittel bei Leberleiden eingesetzt. Auch der botanische Name „Hepatica nobilis“ deutet auf die frühere Verwendung hin. „Hepatos“ bedeutet Leber und „nobilis“ so viel wie edel, was wahrscheinlich auf die Anwendung als Heilpflanze zurückzuführen ist. Heute findet die Hepatica nobilis nur noch Anwendung in der Homöopathie.

Als typische Waldfrühlingsblume nutzt die Pflanze den kurzen Zeitraum der milden Frühlingssonne, bevor die Blätter der Waldbäume den Boden beschatten. Je nach Wetterlage erscheinen die blauvioletten Blüten schon im März. Die Blüten erscheinen vor den Blättern. Nach etwa einer Woche ist die Hauptblüte der Pflanze wieder vorbei. Die Samen werden von Ameisen verbreitet. Ein Leberblümchen kann mehrere Jahrzehnte alt werden, erreicht aber nur eine Höhe von fünf bis fünfzehn Zentimetern.

Früher war das Leberblümchen ein häufig vorkommender Frühlingsblüher. Doch der Anbau kurzfristiger Nadelholz-Monokulturen und der massive Maschineneinsatz in der Forstwirtschaft haben die Pflanze beinahe ausgerottet. Der Rückgang des Leberblümchens geht einher mit dem Verschwinden von alten, ungestörten Mischwäldern. Auch in Gärten ist das Leberblümchen nur selten zu finden, da die Kultur nicht ganz einfach ist. Nur in wenigen Staudengärtnereien ist die Pflanze erhältlich.


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