Wege, Stellplätze und Garageneinfahrten können als entsiegelte Flächen gebaut werden, damit sie Regenwasser in tiefer liegende Schichten weiterleiten. Die Beläge solcher Flächen bestehen in der Regel aus Deck-, Ausgleichs-, und Tragschicht, alle Schichten müssen wasserdurchlässig sein. Welcher Belag gewählt wird ist von gestalterischen Aspekten und der Nutzung abhängig, während die Vorraussetzungen für die Erstellung entsiegelter Flächen folgende sind:
- die Durchlässigkeit des Untergrundes muss gegeben sein
- die voraussichtliche Flächenbelastung sollte bekannt sein
- starke Verschmutzungen der Flächen sollten vermieden werden können
- der Schadstoffeintrag sollte ausgeschlossen werden können
Wasserdurchlässige Beläge mit geringer Belastbarkeit:
- Kies-Splitt-Decken (wassergebundene Decken)
- Schotterrasen
- Holzdecks, Holzpflaster
Beläge mit stärkerer Belastbarkeit:
- Betonporensteine
- Splittfugenpflaster
- Rasenfugenpflaster (Rasenlochpflaster)
- Rasengittersteine
Ausführung:
- Fläche auf Wasserdurchlässigkeit prüfen
- Oberboden bis zum anstehenden Untergrund, mindestens aber 20 cm (je nach Verkehrslast auch mehr) abtragen
- Untergrund verdichten
- aufbringen der Tragschicht aus gebrochenem Schotter mit möglichst geringem Feinmaterialanteil
- Tragschicht muss mit einem Seitengefälle von etwa 2% (2cm Gefälle auf 1m) planiert werden
- verdichten der Tragschicht
- aufbringen von 3- 5 cm Ausgleichsschicht aus Splitt 2/5
- verlegen des gewünschten Belags
- Fugen füllen und Fläche abrütteln
Zu beachten:
- Auch wasserdurchlässige Beläge immer mit einem Gefälle verlegen!
- Die Flächen keiner größeren Verschmutzung aussetzen
- Im Winter Splitt oder Sand statt Salz streuen
- Alle wasserdurchlässigen Beläge lassen im Laufe der Jahre in ihrer Sickerwirkung nach


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