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Wespe

Nach einem milden Winter, gefolgt von einem warmen, trockenen Frühjahr, geht die Entwicklung der Wespenvölker besonders schnell voran. So kann es bereits ab Mitte Juli zu Belästigungen durch diese Insekten kommen. Von den bei uns vorkommenden Arten sind aber nur zwei wirklich lästig. Dies sind die „Deutsche“ und die „Gemeine“ Wespe. Beide Arten sind staatenbildend und leben in der Regel unterirdisch. Doch nisten sie sich auch auf Dachböden oder in Rolladenkästen ein.

Trotz der Belästigungen darf man nicht vergessen, dass Wespen eine wichtige Funktion im Naturhaushalt einnehmen. So verfüttern sie andere Insekten (Fliegen, Schnaken usw.), Insektenlarven, Räupchen und Aas an ihre Brut. Auf diese Weise sorgen sie für eine schnelle Auflösung von Kadavern. Da die Vollinsekten in erster Linie Kohlenhydrate auf ihrem Speisenplan haben, werden sie durch Fallobst, Süßspeisen, Fruchtsäfte usw. in die Nähe des Menschen gelockt. Um das Miteinander von Mensch und Wespe erträglicher zu gestalten, sollten nachfolgende Tipps berücksichtigt werden:

Empfehlenswertes:

  • Marmeladengläser verschlossen halten.
  • Wurst, Käse und süße Speisen unter eine Glasglocke stellen.
  • Gläser mit süßen oder alkoholischen Getränken abdecken.
  • Vor dem Trinken ins Glas schauen.
  • Bei Flaschen und Dosen einen Trinkhalm verwenden.
  • Den Tisch nach dem Essen sofort abräumen – Wespen lernen schnell, wo es etwas zu holen gibt.
  • Obst rechtzeitig abernten.
  • Fallobst regelmäßig aufsammeln.
  • Mülleimer geschlossen halten, damit sie von Wespen gar nicht erst entdeckt werden.
  • In Wohnräumen verirrte Wespen mit einem Glas fangen, ein Papier als Boden unterschieben und sie wieder in die Freiheit entlassen.
  • Blatt- und besonders Rindenläuse bekämpfen, denn der Honigtau auf stark verlausten Pflanzen ist für Wespen attraktiv.
  • Ein Ablenken der Tiere gelingt am besten, wenn in einer Entfernung von 5 bis 10m vom Terrassenplatz, überreife Trauben oder verdünnter Honig aufgestellt wird.

Unbedingt vermeiden:

  • Nicht nach den Tieren schlagen, denn durch schnelle Bewegungen fühlen sich Wespen angegriffen.
  • Nicht wegpusten – das CO2 in der ausgeatmeten Luft gilt bei Wespen als Alarmsignal.
  • Von Nestern 2 bis 3m Abstand einhalten.
  • Nicht in der Start- und Landezone (Einflugschneise) aufhalten.
  • Kindern im Freien keine gesüßten Speisen und Getränke anbieten. Falls es nicht zu vermeiden ist, möglichst schnell den Kindermund abwischen.
  • Aufgestellte Wespenfangflaschen locken aus der Umgebung nur weitere Wespen an. Die Zahl der gefangenen Insekten ist zu gering für eine echte Wirkung.
  • Das Verwenden von Parfüm, parfümierten Cremes und bunter Kleidung vermeiden, denn alle diese Dinge finden Wespen attraktiv.
  • Den Eingang eines Wespennestes nie verschließen, da sich die Wespen einen neuen Ausgang schaffen werden. Dieser könnte schlimmstenfalls ein Zugang zu den Innenräumen sein.
  • Nur in Notfällen, wenn z.B. eine allergische Person gefährdet wird oder wenn sich Wespen direkt vor einem Kinderzimmerfenster eingenistet haben, sollte Kontakt zu einem qualifizierten Schädlingsbekämpfer aufgenommen werden.

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