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Der richtige Umgang mit veredelten Gehölzen

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Veredlungsstelle eines Apfelbaumes mit entsprechendem Abstand zur Bodenoberfläche.

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Frisch gepflanzte Tafeltraube. Der helle Wasserrand am Wurzelhals zeigt das Niveau der späteren Bodenoberfläche an.

Viele Obst- und Ziergehölze sind auf spezielle Unterlagen veredelt, weil sie sich auf andere Art und Weise nicht vermehren lassen. Auch für den Erhalt von Sorteneigenschaften wird veredelt. In einigen Fällen nutzt man die Vermehrung durch das Veredeln auch zur Regulierung der Wuchsstärke bzw. zur sicheren Entwicklung der Pflanzen. Das Wissen um diese Technik ist für den Pflanzenliebhaber weniger wichtig, als vielmehr der richtige Umgang mit den veredelten Pflanzen. So ist es für den langfristigen Erfolg ganz entscheidend, die Veredlungsstelle beim Pflanzen richtig zu platzieren.

  • Obstgehölze (Kern-, Steinobst): Beim Pflanzen unserer Obstbäume muss darauf geachtet werden, dass die Veredlungsstelle eine Handbreite über der Bodenoberfläche zu stehen kommt. Beim Kontakt der Veredlungsstelle mit dem Boden macht sich die Veredlung „frei“. D.h. das Edelteil der Pflanzen bildet eigene Wurzeln und somit geht die wachstumsregulierende Wirkung der Unterlage verloren.
  • Rosen: Die Veredlungsstellen unserer Rosenpflanzen (ausgenommen Stämmchen) muss grundsätzlich etwa 10 bis 15 cm in die Erde gesetzt werden. So wird diese nicht borkig und bleibt regenerationsfreudig. Auf diese Weise erneuern sich die Rosenbüsche bereitwillig aus dem Basisbereich, was die Pflege extrem vereinfacht. Außerdem wird die Bildung von Wildtrieben unterbunden und die Winterhärte erhöht.
  • Flieder, Korkenzieherhasel u.ä.: Hier muss die Veredlungsstelle beim Pflanzen in die Erde. Zu hoch gesetzte Pflanzen neigen verstärkt zu Wurzelausschlägen bzw. Wildtrieben.
  • Strauchpäonien (Strauchpfingstrosen): Für eine bessere Pflanzenentwicklung sind Strauchpäonien auf Staudenpfingstrosen-Wurzeln veredelt. Diese Kombination ist aber nicht sehr dauerhaft. Bei diesen Pflanzen muss die Veredlungsstelle in die Erde gesetzt werden, damit das Edelteil eigene Wurzeln bilden kann.
  • Weinreben: Die Pflanzen unserer Tafeltrauben werden soweit in den Boden gesetzt, dass die Veredlungsstelle gerade soeben über der Bodenoberfläche zu stehen kommt. Ein Bodenkontakt sollte auf jeden Fall vermieden werden.

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